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In 24 Tagen um die Welt: 13. Dezember

13.12.2005 | 00:01 Uhr |

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann. Diese indianische Weisheit ist eines der Leitmotive der Umweltschutzbewegung - doch wer sich mit den Großen anlegt, lebt gefährlich...

Adventskalender 2005 / 13.12.
Vergrößern Adventskalender 2005 / 13.12.

Auf unserem Weg rund um den Globus haben wir die Hälfte des Weges geschafft – wir befinden uns sozusagen in der zweiten Halbzeit – und heute auf der Südhalbkugel. Geflissentlich unterschlagen wir, dass heute für das Macwelt-Adventskalenderteam eigentlich der 14. Dezember ist, aber die Geschichte mit dem Datumswechsel war gestern schon kompliziert genug.

Unser Ziel heute ist der Hafen von Auckland, dem Hauptort der Nordinsel von Neuseeland. Hier gab es vor 20 Jahren einen gewaltigen Rums, der auf der ganzen Welt wahrgenommen wurde. Hier ankerte die Rainbow Warrier, das „Flaggschiff“ der Umweltbewegung Greenpeace, und die Crew bereitete sich darauf vor, von der neuseeländischen Nordküste zum Muroroa-Atoll aufzubrechen, einem französischen Übersee-Gebiet. Dort wollte die Grande Nation eine neue Reihe von unterirdischen Atomwaffentest durchführen, sich dabei aber nicht von den Umwelt-Aktivisten stören lassen.

Das Ende der Rainbow Warrior
Vergrößern Das Ende der Rainbow Warrior

Das hat der französische Auslands-Geheimdienst dann so gelöst: Mehrere Froschmänner befestigten bei einem Tauchgang an der Außenhaut des Schiffs Sprengladungen, die dann am 10. Juli 1985 kurz vor Mitternacht gezündet wurden. Binnen Minuten versank die Rainbow Warrier im Hafen von Auckland – und hätte Fotograf und Crew-Mitglied Fernando Pereira nicht seine Ausrüstung sichern wollen, dann hätte das Attentat wahrscheinlich weniger Resonanz verursacht. Dem 36-jährigen Vater von zwei Kindern gelang es aber nicht mehr, seine Kameras und Fotos zu retten – und er ertrank bei dem Versuch.

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