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In 24 Tagen um die Welt: 14. Dezember

14.12.2005 | 00:00 Uhr |

Willkommen in Neukaledonien: Heute besuchen wir die Inselwelt zwischen Neuseeland und der australischen Küste. Allerdings lauern hier – wie in vielen tropischen Gebieten – Gefahren in Form von lästigen und gefährlichen Krankheiten. Also aufgepasst!

Adventskalender 2005 / 14.12.
Vergrößern Adventskalender 2005 / 14.12.
Küstenstreifen in Neukaledonien
Vergrößern Küstenstreifen in Neukaledonien

Seit fünf Tagen schon kreuzen wir über den Stillen Ozean – und ein Ende ist nicht abzusehen. Der Pazifik ist allerdings auch der größte der Ozeane, er bedeckt knapp die Hälfte der Erdoberfläche, nämlich 47 Prozent. Hin und wieder lugt ein wenig Land aus dem Wasser heraus – und heute ist es Neukaledonien, auf das wir steuern.

Seit 1853 ist die Hauptinsel in französischem Besitz und diente bis 1904 als Strafkolonie für missratene Franzosen. Davor war die Inselwelt aber keineswegs unbewohnt, die Urbevölkerung der Melanesier macht auch heute noch fast die Hälfte der Bevölkerung aus. Dabei ist der Begriff nicht unumstritten, weil „Melanesien“ (schwarze Inseln) die nicht-polynesische Inselwelt im Südpazifik nur unzureichend beschreibt, da die dort Lebenden nur wenige kulturelle, ethnische und sprachliche Gemeinsamkeiten haben. Sich selbst bezeichnet der Ureinwohner als „Kanak“, was soviel wie „Mensch“ bedeutet.

der Erreger des Dengue-Fiebers
Vergrößern der Erreger des Dengue-Fiebers

Ein großes Problem in Neukaledonien stellt das Dengue-Fieber da: Mehrere tausend der etwa 215.000 Einwohner Neukaledoniens stecken sich Jahr für Jahr an dieser Infektionskrankheit an, die zwar in den meisten Fällen „bloß“ wie eine schwere Grippe verläuft, treffen jedoch mehrere der insgesamt vier Erregertypen auf eine Person, die im schlimmsten Fall bereits Antikörper entwickelt hat durch eine frühere Ansteckung mit einem anderen Stamm, dann wird es sehr kritisch. Je nach medizinischer Versorgung verläuft bis zu jeder dritten Erkrankung tödlich, einen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber gibt es nicht. Nur mit intensiv-medizinischer Betreuung ist der Krankheit beizukommen, mit optimaler Versorgung liegt die Mortalität bei unter einem Prozent der Fälle.

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