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In 24 Tagen um die Welt: 15. Dezember

15.12.2005 | 00:00 Uhr |

Wer die Weihnachtszeit einmal auf der Südhalbkugel erlebt hat, zeigt sich ob der Rentiere, Schlitten und der kuschelig gekleideten Weihnachtmänner im Hochsommer recht irritiert – doch in Australien ist das ganz normal. Genauso wie das Badeverbot am Strand.

Wo ist nun Norden?
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Diese Geschichte kann jedes Schulkind in Townsville, Queensland erzählen – und jeder Fremdenführer in diesem australischen Küstenort betet sie, nachts um drei aus dem Tiefschlaf gerissen, herunter: Als im Jahr 1770 der britische Entdecker James Cook auf der Endeavour die Küste entlang segelte, war er mehr als irritiert. Auf einmal fing der Kompass an zu spinnen und zeigte eine völlig falsche Himmelsrichtung an. Cook konnte sich dieses Phänomen überhaupt nicht erklären, die für ihn einzig plausible Erklärung war, dass die Insel, an der gerade vorbei segelte, aus magnetithaltigem Gestein bestünde und deswegen die Kompassnadel aus dem Kurs gekommen sei.

Magnetisches Paradies
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Nach James Cook hat niemand dieses Phänomen wieder erlebt – und die Insel ist auch nicht magnetisch, haben Geologen längst festgestellt. Trotzdem trägt sie seit 1770 den Namen Magnetic Island. Heute leben 3300 Menschen auf dem 52 Quadratkilometer großen Eiland, das zwischen der Stadt Townsville und dem Great Barrier Reef liegt. Mehrmals täglich pendeln Fähren zwischen Stadt und Insel hin und her und Magnetic Island ist wegen seiner Buchten, Strände, Eukalyptus-Wälder mit den dazu gehörigen Koalas ein Naherholungsgebiet für die Städter und beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

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