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In 24 Tagen um die Welt: 16. Dezember

16.12.2005 | 00:00 Uhr |

Das, was der iPod heute ist, war vor zwanzig Jahren der Walkman: ein Statussymbol, das schön und begehrenswert macht. Und Musik abspielt. Auf unserer Reise um die Welt stoppen wir bei den Erfindern des Walkman. DEN Erfindern? – Ja, es gibt zwei!

Tokio - Pulsierende Metropole der Technik
Vergrößern Tokio - Pulsierende Metropole der Technik

Wir wissen nicht, ob Andreas Pavel jemals in Tokio gewesen ist, wo wir mit dem Macwelt-Adventskalender heute Halt machen. Wir wissen aber, dass man in Japan den Namen des Deutschen Erfinders gar nicht so gerne hört. Und wir wissen, dass einmal mehr in Deutschland erdachte Innovationen woanders auf diesem Planeten in klingende Münze umgewandelt werden, denken wir an das Frauenhofer-Institut und das Audio-Format MP3.

Der Vater des iPod
Vergrößern Der Vater des iPod

Der japanische Unterhaltungs- und Elektronik-Konzern Sony verdankt seinen Erfolg – neben dem Transistorradio TR-63 aus den Fünfzigerjahren – dem Walkman: Als Sony im Sommer des Jahres 1979 das erste mobile Kassetten-Abspielgerät vorstellte, das seinen Besitzer über einen Kopfhörer mit Stereo-Musik verwöhnte und dabei kaum größer war als zwei Kassetten-Hüllen, wurde der iPod-Urahn binnen Wochen zum absoluten Kult und dem heißesten Weihnachtsgeschenk des Jahres. Wer sich den TPS-L2 an den Gürtel seiner Jeans klippte und den Kopfhörer um den Nacken hängte, der hatte Sexappeal. Oder wollte ihn haben. Manchmal hatte man(n) damit sogar ein Mädchen an seiner Seite. Für die Eroberung hatte der Ur-Walkman einen zweiten Kopfhörerausgang und die gelbe Talk-over-Taste: Ein kleines Mikro nahm dann die Umgebungsgeräusche samt gegenseitiger Liebesschwüre auf – so konnte man flirten und gleichzeitig Musik hören. Wie romantisch...

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