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In 24 Tagen um die Welt: 23. Dezember

23.12.2005 | 00:00 Uhr |

Einen Tag vor dem Heiligen Abend – und damit einen Tag vor unserer Rückkehr – stoppen wir in der Stadt, die der Treffpunkt von drei Weltreligionen ist: Jerusalem, heilige Stadt.

Klagemauer und Felsendom in Jerusalem
Vergrößern Klagemauer und Felsendom in Jerusalem

Hier treffen sich die drei Weltreligionen – und darum gibt es hier auch immer wieder Streit: Jerusalem, heilige Stadt. Den Christen ist die Stadt heilig, denn Jerusalem ist der Ort, der untrennbar mit der Leidensgeschichte, der Kreuzigung und der Wiederauferstehung Jesus Christus’ verbunden ist. Den Juden ist die Stadt als Hauptstadt des ersten Königreiches heilig: Im Jahr 997 vor unserer Zeitrechnung eroberte dem alten Testament nach König David die Stadt von den Jebusitern und machte sie zum Mittelpunkt des Israelitenreichs. Und den Islam verbindet die Himmelfahrt des Propheten Mohammed mit Jerusalem.

So soll er ausgesehen haben: der jüdische Tempel in Jerusalem
Vergrößern So soll er ausgesehen haben: der jüdische Tempel in Jerusalem

Seit über 5000 Jahren ist Jerusalem ununterbrochen von Menschen bewohnt, damit ist die Stadt eine der ältesten auf der Welt, doppelt so alt wie die „ewige Stadt“ Rom. Die Auseinandersetzungen um Jerusalem heute – die Palästinenser beanspruchen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines eigenen Staates – stehen in einer langen Tradition. Nach der Eroberung Davids übernahm Alexander der Große die Herrschaft, knapp dreihundert Jahre später die Römer, um 620 herrschten kurzzeitig die Perser, danach eroberten Araber die Stadt.

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