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In 24 Tagen um die Welt: 5. Dezember

05.12.2005 | 00:00 Uhr |

Wieder stellen wir auf unserer Weltreise die Uhr um eine Stunde zurück – und öffnen damit gleichzeitig das nächste Türchen im Adventskalender. Fünf Stunden Zeitunterschied liegen zwischen Deutschland und den Westindischen Inseln. Den müssen übrigens auch die Fußballer der Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago zur WM verkraften...

Die Inseln Trinidad und Tobago
Vergrößern Die Inseln Trinidad und Tobago

Wieder segeln wir auf dem Kurs von Christoph Kolumbus: Auf seiner dritten Entdeckungsreise von 1498 bis 1500 entdeckte er zwei Monate nach seinem Aufbruch in Europa am 31. Juli die südlichste der so genannten Westindischen Inseln, deren drei markante Bergspitzen er in Zusammenhang mit der göttlichen Dreifaltigkeit brachte – so entstand der Name Trinidad. Über fast einhundert Jahre überließen die Kolonialisten die Insel sich selbst, erst 1592 ließen sich dort die ersten spanischen Siedler nieder. Die Nachbarinsel 30 Kilometer nordwestlich blieb dem Entdecker ebenfalls nicht verborgen, Kolumbus nannte sie Bella Forma, erst später erhielt das Eiland seinen heutigen Namen Tobago, der sich von der Tabakpflanze herleitet.

Reiche Kakaoernte
Vergrößern Reiche Kakaoernte

Damit landen wir heute in der nächsten Zeitzone: Wenn Sie dies hier um 10 Uhr morgens deutscher Zeit lesen, liegt die Karibikinsel noch im Schlaf – hier ist es gerade 5 Uhr. Trinidad und Tobago genießen in der karibischen Welt heute eine exponierte Stellung: Die demokratische Inselrepublik, die nach spanischer, britischer, französischer, holländischer und kurländischer Herrschaft 1962 endgültig unabhängig wurde, hat die freieste Presselandschaft in ganz Lateinamerika, liegt außerhalb der Hurrikan-Zone, ist reich an Erdöl und besitzt fruchtbare Böden, auf denen wie vor 400 Jahren Zuckerrohr und Kakao wächst.

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