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In 24 Tagen um die Welt: 6. Dezember

06.12.2005 | 00:00 Uhr |

If you can make it there, you can make it everywhere. Auf unserer Reise um den Globus machen wir heute Halt in New York City, in der Stadt, die niemals schläft. Sechs Stunden trennen die amerikanische Ostküste und Mitteleuropa, am 11. September 2001 war es bei uns 14.46 Uhr...

New Yorker Skyline
Vergrößern New Yorker Skyline

Sie trägt eine hässliche Narbe im Antlitz – die Skyline von New York City. Verschwunden ist die berühmte Landmarke. Wer die Zwillingstürme des World Trade Centers mit eigenen Augen gesehen hat, verspürt auch über vier Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September einen Kloß im Hals, einen Stich im Herz, einen kalten Schauer auf dem Rücken, sobald er die Ansicht von Süd-Manhatten heute sieht, die irgendwie beliebiger geworden ist.

In Deutschland war es viertel vor drei am Nachmittag, jenseits des Atlantik begann der Arbeitstag gerade: Glück im Unglück, denn längst nicht alle Mitarbeiter saßen um 8.46 Uhr Ortszeit bereits an ihrem Schreibtisch im World Trade Center, als sich das erste Flugzeug in den Nordturm bohrte und explodierte. Die bislang größte Katastrophe der Stadt und der gesamten Nation kostete rund 3000 Menschen das Leben.

Schmelztiegel der Kulturen: Chinatown im New Yorker Stadtteil Manhatten
Vergrößern Schmelztiegel der Kulturen: Chinatown im New Yorker Stadtteil Manhatten

Aber New York wäre nicht New York, wenn nicht aus der Katastrophe ein neuer Anfang beginnen würde: Auf „Ground Zero“ wurde am 4. Juli des vergangenen Jahres, dem höchsten amerikanischen Feiertag, der Grundstein für den Freedom Tower gelegt, der mit 335 Metern und dem 206 Meter großen Oberbau das höchste Gebäude der Welt werden soll. Doch ob der Wirtschaftlichkeit des Entwurfes von Stararchitekt Liebeskind sind Diskussionen ausgebrochen: Ground Zero ist verbrannte Erde – und Büroflächen hat Manhattan genug.

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