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In München steht der schnellste Rechner

17.01.2002 | 00:00 Uhr |

Der schnellste Computer Deutschlands ist im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) in München in Betrieb gegangen. Der Supercomputer "Hitachi SR 8000-F1" ermögliche es, große Datenmengen zu bearbeiten, um komplexe wissenschaftliche Fragestellungen zu lösen, sagte Helmut Heller vom LRZ am Donnerstag der dpa. Dazu gehörten zum Beispiel Simulationen von Autounfällen oder regionale Klimamodelle.

Der 23 Tonnen schwere Rechner verfügt mit 1,3 Terabyte über den Hauptspeicher von rund 5000 durchschnittlichen PCs. Seine Rechenleistung von 2016 Gigaflops entspricht der Kapazität von etwa 6700 PCs. Der Supercomputer benötigt 610 Kilowatt Strom, das entspricht dem Bedarf von rund 2000 PCs.

Das LRZ hofft, sich mit dem neuen Superrechner in der Liste der 500 weltweit schnellsten Computer vom bisherigen Rang 17 deutlich nach vorne zu schieben. Der "Hitachi SR 8000-F1" ermögliche es deutschen Wissenschaftlern, komplexe Wissenschaftsaufgaben auch im eigenen Land zu lösen, erläuterte Heller. Die Spitze der so genannten "Top 500 Liste" wird angeführt von Computern in den USA und Japan. Als schnellster Rechner Deutschlands galt bislang der Supercomputer des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach, der Platz 10 der Weltrangliste belegt. dpa

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