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In letzter Minute

22.09.2003 | 17:08 Uhr |

Kurz vor Drucklegung der aktuellen Printausgabe der Macwelt (Ausgabe 11, erscheint am 1.10.2003) erreicht uns noch eine neue Version von Maxons Cinebench.

Die Programmierer haben einige Optimierungen auf den G5-Prozessor vorgenommen und wir messen einen signifikanten Geschwindigkeitssprung. Der G5 mit 1,8 GHz Taktfrequenz erreicht nun statt 188 satte 253 CB-Punkte. Damit überholt er unser Windows-Testsystem, das mit gleicher Taktrate arbeitet. Laut Maxon sollen allgemein mindestens 20 Prozent Leistungszuwach drin sein.
Wir fragen bei Maxon nach, wie dieser enorme Leistungssprung zu Stande kommt. Richard Kurz, als Entwickler bei Maxon für die Mac-Portierung der 3D-Software Cinema 4D verantwortlich erklärt uns, dass zwei wesentliche Punkte für den Leistungsanstieg sorgen. Zum einen mag es der G5-Chip nicht, wenn Programme häufig zwischen Ganzzahlenarithmetik (Integer) und Fließkommaberechnungen wechseln. Die Hauptschleife in Cinema 4D arbeitet mit Integeroperaitonen für die Bestimmung der eigentlichen Rechenschritte, die Rechenschritte selbst laufen jedoch mit vielen Fließkommaoperationen ab. Als Optimierungsmaßnahme nimmt man nun auch die Bestimmung der Rechenschritte in Fließkommaarithmetik vor. Die Folge: Der G5 muss nicht mehr wechseln und arbeitet die Berechnungsschleifen insgesamt wesentlich schneller ab.


Die zweite Maßnahme betrifft die Berechnung von Wurzeln. Hier griff Cinema 4D bislang auf eine Bibliothek von mathematischen Funktion zurück, die Motorola für den G4 liefert (libmoto). Die Fließkommaeinheit des G5 jedoch ist nun in der Lage die Berechnung in Hardware, also direkt in der FPU-Einheit des Chips vorzunehmen., was wesentlich schneller abläuft.


Die optimierte Version von Cinebench zeigt, was der G5 wirklich leisten kann, wenn man Applikationen auf den neuen Chip anpasst. Bleibt zu hoffen, dass bald mehr Softwarehersteller dem Beispiel folgen werden und ihre Programme auf den G5 optimieren.

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