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Indesign 1.5

14.03.2000 | 00:00 Uhr |

Ende März will Adobe die englische Version von Indesign 1.5 fertiggestellt haben und der Öffentlichkeit präsentieren. Eine deutsche lokalisierte Version soll dann innerhalb eines Monats folgen. Adobe hat sowohl Hand an bestehende Funktionen angelegt und diese erweitert oder verbessert als auch neue Funktionen hinzugefügt. Neu sind unter anderem der Zeichenstift für Freihandkurven, eine Pipette zum Übertragen von Objekt- und Textformatierungen, ein Werkzeug, um Text auf einem Pfad entlanglaufen zu lassen und ein Transformationswerkzeug. Die Werkzeugpalette lässt sich auf drei verschiedene Arten darstellen, für die anderen Paletten gibt es eine Andock- und eine Minimierungsfunktion. Der Kontrolle der Plug-ins dient ein Fenster, das alle aktivierten Erweiterungen auflistet. Man kann dort die nicht benötigten Zusatzfunktionen deaktivieren.

Mehr Intelligenz zeigt die Farbpalette, die eine neue Farbe mit den jeweiligen Farbbestandteilen benennt und Drag-and-drop der Farbfelder erlaubt. Bei Bildern erkennt Indesign 1.5 den in einer Photoshop-Datei enthaltenen Alphakanal zum Freistellen und man kann wie bei Xpress 4 zwischen allen in einem Bild enthaltenen Pfaden zur Freistellung wählen. Für jedes Bild lässt sich die Qualität der Bildschirmdarstellung individuell einstellen. Die Abteilung Text bietet einen Befehl, um Text zeilenweise zu spationieren und Optionen für die vertikale Textausrichtung in einem Rahmen. Alle in einem Dokument verwendeten Schriften listet Indesign 1.5 mit ausführlichen Informationen in einem Fenster auf und man kann bei der Weitergabe eines Dokuments das Anwenderwörterbuch einbinden, um Änderungen der Silbentrennung zu vermeiden.

Zur Produktionserleichterung lassen sich sowohl die Einstellungen zum Drucken als auch zum Export im PDF-Format als Vorlage speichern und aus einem Aufklappmenü auswählen. Zur Ausgabe auf RIPs mit Postscript Level 2 erstellt Indesign 1.5 die Überfüllungen selbst und verwendet dazu die gleiche Technologie, die auch beim weiterhin verfügbaren In-Rip-Trapping zum Einsatz kommen. Die Scripting-Unterstützung hat Adobe auf den PDF-Export ausgeweitet. th

Update: Aufgrund der empörten Reaktionen vieler Kunden über den Update-Preis von 100 US-Dollar hat einem Bericht der San Jose Mercury News zufolge Adobe angekündigt, dass Anwender, die Indesign 1.0 zum vollen Preis von 699 US-Dollar erworben haben, ein kostenloses Update erhalten sollen.

Info: Adobe, Internet: www.adobe.de ,

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