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Indiegogo-Projekt: Tesla-Konkurrent aus München

04.08.2016 | 13:29 Uhr |

Fährt das Elektroauto Sion bald auf den Straßen? Mit einem Solar-Auto möchten die Münchner Entwickler ein günstiges und unkompliziertes Gefährt anbieten.

Bekommt Tesla Model 3 Konkurrenz aus einer Münchener WG? Das klingt wie ein Kampf von David gegen Goliath. Denn immerhin ist Tesla lange kein kleiner Fisch mehr und baut gerade eine 5 Milliarden Dollar teure Fabrik für Batterien. Ein Startup aus München dagegen möchte das Elektroauto Sion auf den Markt bringen. Die beiden Varianten sollen eine Reichweite von 120 km beziehungsweise 250 km schaffen. Interessant ist vor allem der angestrebte niedrige Preis: Gerade mal 12.000 Euro soll das Einstiegsmodell „ Model 2 Urban “ kosten, ab 16.000 Euro soll man die größere Variante „ Model 1 Extender “ bekommen.

Die Ausstattung

Beide Modelle bieten die identische Ausstattung, nur die Akku-Leistung unterscheidet sich. Ein 50 kW starker Motor treibt beide Modell an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 km/h. Sechs Sitze bietet das Sina-Elektroauto, die sich einzeln umklappen lassen. Ein nettes Detail findet sich im Innenraum: In der Verkleidung ist ein Streifen mit einer speziellen Moosart integriert ( breSono ), der für eine frische Raumluft sorgen soll. Ganz untypisch auch die Instandhaltungs-Möglichkeiten, die an Open Source erinnern. Offen für alle ist das Werkstatthandbuch und sogar die CAD-Informationen der Ersatzteile. Alle Ausstattungsdetails erfährt man hier .

Im Inneren des Sechssitzers soll eine Leiste mit Moos für frische Luft sorgen.
Vergrößern Im Inneren des Sechssitzers soll eine Leiste mit Moos für frische Luft sorgen.
© Laurin Hahn

Crowdfunding-Auto

Frisch gestartet ist das Crowdfunding-Projekt zu diesem Solar-Elektroauto , mit dem die Entwickler 150.000 Euro einsammeln möchten. Wenn alles so klappt wie erhofft, sollten im Februar 2017 bereits die ersten Sion-Solarautos auf den Straßen fahren. Als Crowdfunding-Option kann man ein Sion vorbestellen oder mit einem Rabatt gleich kaufen. In beiden Fällen erhält man eine Testfahrt, nach der man entscheiden kann, ob man das Geld wieder zurückerhalten möchte.

Solar-Paneele laden das Elektroauto

Insgesamt 7,5 Quadratmeter des Sion-Autos werden mit Solar-Modulen bestückt sein. Die so gewonnene Energie soll für rund 30 km täglich reichen. Die Akkus lassen sich zudem am ganz normalen Stromnetz aufladen. Nach 30 Minuten am Stromnetz sollen 80 Prozent der Akkuladung sowohl beim Model 1 Extender als auch beim Model 2 Urban erreicht sein.

Einsatzgebiet

Für das urbane Umfeld, bei dem man kurze Strecken zurücklegt und lange Standzeiten hat, dürften die Sion-Elektroautos interessant sein. Etabliert sich dieses Auto, ist es vor allem für Carsharing-Anbieter sehr interessant. Schon jetzt schickt BMW sein Elektro-Auto I3 als Teil seiner Drive-Now-Flotte auf die Straßen.

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