2199390

Indien lehnt Apples Antrag ab: Kein Verkauf von wiederaufbereiteten iPhones

31.05.2016 | 09:37 Uhr |

Damit Apple noch erfolgreicher wird, möchte Apple-CEO Tim Cook in Indien ein besonders Angebot schaffen und für den indischen Anwender die iPhones attraktiver machen. Regierungsorganisationen machen dem Vorhaben jedoch vorerst einen Strich durch die Rechnung.

Wie livemint berichtet, hat die indische Regierung Apples Antrag abgelehnt, wiederaufbereitete (refurbished) iPhones in Indien verkaufen zu dürfen. Auf einer Pressekonferenz hat die Handels- und Industrieministerin Nirmala Sitharaman erklärt: „Wir können es nicht unterstützen, dass Unternehmen gebrauchte Telefone verkaufen, ganz egal, wie renommiert dieses Unternehmen auch sein mag.“

Während seines Besuchs in Indien Anfang diesen Monats brachte Apple-CEO Tim Cook in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender NDTV 24X7 den Wunsch zum Ausdruck, aufgearbeitete iPhones nach Indien zu importieren und die für angemessene Preise an die indischen Anwender zu verkaufen.

„Wir würden niemals etwas „verschleudern“. In nahezu allen Ländern auf der Erde haben wir denselben Prozess, bei dem ein gebrauchtes Telefon, welches von dem Erstnutzer verwendet oder zurückgegeben und – wenn Sie wollen – repariert wurde, mit einer Garantie versehen ist – gebraucht oder neu. Daraufhin wird es für einen erträglichen Preis in verschiedenen Ländern wieder verkauft. Damit wollen wir das Gerät wieder auf seinen ursprüngliches Level zurückbringen, und das wollen wir auch in Indien für den indischen Markt ermöglichen. Wir werden wahrscheinlich auf Telefone von anderen Märkten dazu holen müssen, um somit die logistische Kette in Bewegung zu bringen. Aber auch in diesem Land wollen wir die Telefone mit ihrem ursprünglichen Zustand etablieren.“

Das Finanzministerium lehnte vergangene Woche einen Antrag des Handelsministeriums ab, nach welchem Apple auch ohne eine 30 Prozent starke Verkaufsnorm iPhones in den eigenen Stores verkaufen darf.

Sitharaman erklärte: „Wir waren bereit, auf die 30 Prozent starke „Local Sourcing Norm“ zu verzichten. Nun hat sich das Finanzministerium jedoch anders entschieden. Daher werden wir diesen Fall unter Rücksprache mit dem Finanzministerium untersuchen.“

Apple hat derzeit weltweit eigene Ladengeschäfte, darunter in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, China und Japan. In Indien werden die Produkte über exklusive Verkaufsanordnungen von Ketten wie Imagine und iStore verkauft. Apple hat auf dem indischen Smartphone-Markt einen Gesamtanteil von lediglich zwei Prozent. Dort ist derzeit der Konkurrent Samsung Marktführer.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2199390