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Industriegruppe gründet Firma für Linux-Patente

11.11.2005 | 10:35 Uhr |

Das "Open Invention Network" (OIN) sammelt Patente zum Schutz vor Attacken auf Linux.

Open Invention Network (OIN) Aufmachergrafik
Vergrößern Open Invention Network (OIN) Aufmachergrafik

IBM, Novell, Philips, Red Hat und Sony haben das als OIN registrierte Unternehmen aus der Taufe gehoben. In den Besitz der Non-Profit-Organisation sollen möglichst viele Patente übergehen, die für die weitere Entwicklung von Linux und Anwendungen für das quelloffene Betriebssystem notwendig sein könnten. Dazu will das OIN auch Patentrechte kaufen. Die Nutzung der so erworbenen oder geschenkten Patentrechte wird nur jenen Unternehmen, Institutionen oder Personen gestattet werden, die einwilligen, ihre eigenen Patentrechte nicht gegen Linux und Open-Source-Projekte einzusetzen.

Ein erklärter Gegner des Netzwerks sind Patentspekulanten, so genannte "Trolls", die Unternehmen einzig zu dem Zweck aufkaufen, um deren Patente zu versilbern. "Wir wollen solche Patente aufkaufen, die jene Firmen zu erwerben versuchen, und sie damit aus dem Spiel nehmen", erklärt Jerry Rosenthal, Chief Executive Officer des OIN. Dafür habe die fünf Gründungsfirmen dem neuen Gemeinschaftsunternehmen eine nicht bekannte Geldsumme mitgegeben. Das "Wall Street Journal" zitiert Rosenthal mit der Aussage, es werde dem OIN nicht an Kapital mangeln: "Ich würde sagen, es ist außerordentlich gut ausgestattet ist."

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