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Infineon droht Klage wegen Preisabsprachen

27.02.2004 | 10:41 Uhr |

Dem Münchener Infineon-Konzern und anderen Speicherchipherstellern drohen laut einem Pressbericht in den USA und in der EU Klagen wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen.

Infineon habe bestätigt, den Ermittlern erbetene Informationen übergeben zu haben, berichtete das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe. Der Konzern habe den Fall aber nicht kommentieren wollen.
Die gegenwärtigen Ermittlungen konzentrieren sich laut Zeitung auch auf den US-Konzern Micron Technology, sowie die beiden südkoreanischen Hersteller Samsung Electronics und Hynix. Den Unternehmen werde vorgeworfen, sich sowohl bei den Preisen als auch bei den Produktionsmengen abgesprochen zu haben.
Nach dem Auftauchen von neuem Beweismaterial könne die Untersuchung bei den Herstellern schon bald abgeschlossen werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Fall vertrauten Kreisen. Die anstehenden Klagen basierten unter anderem auf Emails und Zeugenaussagen von Managern. Auch die EU prüfe die Anschuldigungen. Einige der Hersteller prüften inzwischen einen Vergleich. Wie Infineon hätten auch Hynix und Samsung hätten Stellungnahmen abgelehnt.

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