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Infineon und IBM stellen neuartigen Speicherchip vor

10.06.2003 | 15:05 Uhr |

Die Kooperation von Infineon und IBM bei magnetischen Speicher-Chips trägt erste Früchte.

Die beiden Konzerne stellten am Dienstag im japanischen Kyoto den nach Unternehmensangaben bislang kleinsten Chip auf Basis der neuartigen MRAM-Technologie vor. Die Entwicklung sei ein Meilenstein, sagte ein Infineon-Sprecher in München. Die neuen Chips sollen von 2005 an beispielsweise Computer ermöglichen, die auf Knopfdruck sofort betriebsbereit sind und nicht erst umständlich hochgefahren werden müssen.    
Infineon und IBM hatten Ende 2000 ihr gemeinsames Entwicklungsprojekt gestartet. "MRAM hat das Potenzial, die universelle Speicher-Technologie der Zukunft zu werden", sagte IBM- Vizepräsident Tze-Chiang Chen laut Mitteilung. Die Infineon-Aktie profitierte nach Einschätzung von Händlern von der Nachricht. Sie stieg um zwischenzeitlich mehr als drei Prozent auf 8,70 Euro und damit stärker als der DAX.    
Bei der MRAM-Technologie (Magnetic Random Access Memory) werden Informationen nicht in Form von elektrischen, sondern magnetischen Ladungselementen gespeichert. Da die MRAM-Chips die gespeicherten Daten auch nach dem Abschalten behalten, können die Geräte sofort nach dem Einschalten betriebsbereit sein. Anwendungsmöglichkeiten sehen die Konzerne insbesondere bei mobilen Anwendungen. Auch andere Unternehmen der Chip-Industrie forschen derzeit auf diesem Gebiet.

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