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Info / PDF/X-3

29.01.2004 | 12:22 Uhr |

Der Austausch von PDF-Daten in der Druckvorstufe war bisher nicht immer frei von Überraschungen, unter anderem weil das Format medienübergreifend eingesetzt werden kann und dementsprechend auch Objekttypen vorsieht, die bei der Produktion im Druck derzeit noch ein Hindernis darstellen (um etwa nur Multimedia-Clips, JavaScript-Vorgänge oder Formularfelder zu erwähnen). Auf das Ergebnis der Verarbeitung angelieferter PDF-Daten konnte man sich daher bisher nicht blind verlassen.

Um einen effizienteren, blinden Austausch (Stichwort "blind exchange") von PDF-Produktionsdaten in der Druckvorstufe zu ermöglichen, wurde PDF/X-1a, eine Qualitätsnorm auf Basis von PDF 1.3, entwickelt und zum ISO-Standard gekürt. Einige Unzulänglichkeiten dieses auf den nordamerikanischen Raum hin ausgerichteten Standards veranlassten europäische PDF-Experten Olaf Drümmer (callas software gmbh, Berlin) und Stephan Jaeggi (Prepress Consulting, Binningen/Schweiz) dazu, der ISO-Kommission eine umfassendere Lösung vorzuschlagen, die die Anforderungen der europäischen PrePress-Branche weitaus besser erfüllt (ISO 15930-3).

PDF/X-1a erlaubt lediglich die Verwendung geräteabhängiger CMYK-Prozessfarben und Sonderfarben für CMYK-basierte Ausgabe. PDF/X-3 unterstützt darüber hinaus (optional) u.a. geräteunabhängige Farben und RGB-basierte Ausgabeprozesse.

Adobe InDesign CS ist das erste Satzprogramm mit eingebauter Unterstützung für PDF/X-1a- und PDF/X-3-Ausgabe.
Die in Adobe Acrobat 6 Professional integrierte Preflight-Engine von callas software gmbh (Menü "Dokument" > Preflight") beherrscht die PDF/X-Konformitätsprüfung gemäß der PDF/X-1a- und PDF/X-3-Norm, das Erstellen benutzerdefinierter PDF/X-Prüfprofile und das Abspeichern von PDF/X-Dokumenten mit Schutz gegen unzulässige Änderungen ( "Dokument" > Preflight" > "PDF/X…" > "Als PDF/X-3 speichern…" ).

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