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Das Internet wird zur wichtigen Quelle für politische Informationen

26.06.2009 | 10:31 Uhr |

Das Internet ist als Informations- und Meinungsmedium immer wichtiger. Vor allem jüngere Bürger informieren sich im Netz über Politik und Weltgeschehen. Dazu bietet das Web neue Formen der Beteiligung an der Politik.

Das Internet wird auch in Deutschland immer mehr zur führenden Informationsquelle für politische Themen und Inhalte. Laut einer Untersuchung hat das Netz unter Jungwählern und politisch interessierten Jugendlichen die klassischen Medien Zeitung und Fernsehen bereits überholt. Mehr als 60 Prozent der unter 30-Jährigen informieren sich "häufig" oder "sehr häufig" per Internet über politische Vorgänge, ergab die am Donnerstag in Berlin vorgestellte Befragung im Auftrag von Google Deutschland. Gut jeder Dritte (36 Prozent) gibt danach das Internet als wichtigste politische Informationsquelle an - vor Fernsehen (34 Prozent) und Zeitungen (23 Prozent).

Jüngere informieren sich im Web

Laut der Erhebung, die von der Hochschule für Management und Kommunikation in Potsdam durchgeführt wurde, greifen nur 48 Prozent dieser Altersgruppe regelmäßig zu einer Zeitung. Anders als die Generation der über 60-Jährigen bringen die Jüngeren den Quellen im Internet ebenso viel Vertrauen entgegen wie den etablierten Print-Formaten, ergab die Umfrage. Für die Erhebung wurden 1.159 Personen im Februar 2009 telefonisch befragt.

Vor allem für jüngere Zielgruppen werden auch Online-Videoangebote immer wichtiger. Fast jeder dritte Nutzer (31 Prozent) schaut sich demnach auch politische Inhalte bei den entsprechenden Angeboten an. Knapp 60 Prozent davon greifen der Erhebung zufolge meist zurück auf die Plattform Youtube, die von Google 2006 gekauft wurde.

Neue Formen der politischen Partizipation

Nach der erfolgreichen Internet-Nutzung im US-Wahlkampf vor allem durch den jetzigen Präsidenten Barack Obama haben auch deutsche Parteien und Medien ihre Aktivitäten in diesem Bereich deutlich ausgebaut. ARD und ZDF sind inzwischen mit eigenen Kanälen vertreten. Dazu gehören auch Politikformate wie "Maybrit Illner" und der kürzlich von ZDF und Youtube eröffnete "Open-Reichstag"-Kanal. Auch soziale Netzwerke wie StudiVZ engagieren sich im Bundestagswahlkampf. Dazu gehören Politiker-Charts mit Abstimmungen und Umfragen zu aktuellen Themen sowie einer Kampagne, in der zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 27. September aufgerufen wird. (dpa)

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