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Kodak stellt Kameraproduktion ein

10.02.2012 | 07:18 Uhr |

Der unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellte Fotokonzern Kodak stellt die Produktion von Foto- und Videokameras ein und trennt sich somit von seinem ehemaligen Kerngeschäft

Eastman Kodak
Vergrößern Eastman Kodak

Die letzten Apparate werde Kodak im ersten Halbjahr 2012 herstellen, teilt der Konzern mit. Es bleibt somit nur die Produktion von Fotodruckern. Technischen Kundendienst für verkaufte Produkte will Kodak aber weiterhin übernehmen. Kodak muss während des Insolvenzverfahrens 100 Millionen US-Dollar Kosten pro Jahr sparen. Der einstige Fotopionier hatte den Umstieg auf Digitalkameras komplett verschlafen, obwohl Kodak-Mitarbeiter bereits Mitte der Siebziger eine erste Digitalkamera entwickelt hatten.

Das Management hatte den Protoypen aber als unausgereift und chancenlos gegenüber den analogen Kameras betrachtet und in grober Missachtung des Moore’schen Gesetzes die Weiterentwicklung abgelehnt. Konzerne wie Canon oder Nikon waren jedoch zur Stelle, als die Auflösung von CCDs sich der von analogen Filmen annäherte und sinkende Kosten für die Chips kompakte digitale Fotoapparate für die Masse ermöglichten.

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