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Intel-Chef Barrett sieht kein Ende der Talfahrt

02.10.2002 | 09:42 Uhr |

Das Ende der wirtschaftlichen Talfahrt in der IT- Branche ist nach Ansicht von Intel-Chef Craig Barrett nicht absehbar. "In Europa, den USA und Japan steckt die Branche in der schlimmsten Rezession seit 30 Jahren. Keiner weiß, wann es wieder aufwärts gehen wird", sagte Barrett am Dienstag in München. Intel selbst habe seit 2000 rund ein Fünftel des Umsatzes verloren, sei aber gut gerüstet, wenn die Konjunktur wieder anspringe. "Aber ich kann nicht sagen, wann das sein wird." Die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen seien in Europa ein Bremsfaktor für die weitere Entwicklung, sagte Barrett. "Die mobil verfügbare Bandbreite wird aber auf jeden Fall anwachsen, egal ob UMTS ein Erfolg wird oder nicht." Für den Mobilfunk der Zukunft sagt Barrett ein Nebeneinander von UMTS-Netzen und drahtlosen Computer- Netzwerken wie Wi-Fi voraus. "In Flughäfen, Hotels oder Congresszentren werden immer mehr so genannte Wi-Fi-Hotspots auftauchen, mit denen Geschäftsreisende unterwegs das Internet nutzen können", sagte Barrett. Auch in den privaten Haushalten würden Wi-Fi- Netze Einzug halten, um beispielsweise die Stereoanlage mit dem Personal Computer zu vernetzen. "Daneben wird es aber auch einen Markt für die dritte Generation des Mobilfunks geben, denn nur mit UMTS kann man jederzeit und überall auf das Internet zugreifen." dpa

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