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Intel-Transistoren schlagen bald mit Terahertz

27.11.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel will auf der Fachtagung IEDM (International Electron Devices Meeting) kommende Woche in Washington D.C. grundlegende Neuerungen in der Transistortechnologie zeigen. So sollen bereits in sechs Jahren so genannten Terahertz-Transistoren gebaut werden und im Jahr 2007 erste CPUs mit einer Milliarde dieser Transistoren auf den Markt kommen. Der derzeitige Pentium 4 besteht aus 42 Millionen Transistoren.
Probleme sieht der Hersteller vor allem in der Stromversorgung. Würde der Energieverbrauch moderner Prozessoren nicht gesenkt, würde auch Moores Gesetz gedrosselt, so Rob Willoner, Analyst der Logic Technology Group von Intel. Nach Moore verdoppelt sich die Zahl der Transitoren auf einem Chip alle zwei Jahre bei abnehmender Größe. Um vorhandenen Strom besser nutzen zu können, sollen deswegen die Terahertz-Transistoren dickere Zu- und Ableitungen bekommen. Außerdem will Intel die chemische Zusammensetzung der Oxide ändern und eine "Ultra Thin SOI (Silicon-On-Insulator)" genannte Isolierschicht einbauen.
Experten schätzen, dass dadurch ein technologischen Wettstreit mit IBM entfacht wird. Big Blue wendet die SOI-Technologie bereits seit einiger Zeit an. Bislang wurde sie von Intel immer kritisch betrachtet. (lex)

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