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Intel, Yahoo und IBM legen Quartalsergebnisse vor

17.10.2007 | 12:08 Uhr |

Rund zwei Wochen nach dem Quartalswechsel legen die ersten börsennotierten IT-Unternehmen ihre aktuellen Geschäftsergebnisse vor: Chip-Hersteller Intel hat im vergangenen Vierteljahr so viele Prozessoren wie nie verkauft und schließt mit einem Umsatzplus von 15 Prozent.

Ein weiterer Stellenabbau soll die Konsolidierung des Unternehmens unterstützen. Der Internetdienstleister Yahoo konnte Analystenerwartungen leicht übertreffen, hat aber einen Gewinnrückgang zu vermelden. Das Computer-Urgestein IBM kämpft mit nachlassendem Interesse an seinen Hardware-Produkten, den Umsatzrückgang in dieser Sparte aber macht der Dienstleistungs- und Softwarebereich des Unternehmens mehr als wett.

Prozessorhersteller Intel kann sich über eine ausgesprochen gute Nachfrage freuen: 16 Prozent mehr Chips hat das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara verkaufen können und steigert damit im Vergleich zum Vorjahresquartal den Umsatz um 15 Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar, der operative Gewinn legt mit 2,25 Milliarden Dollar gleich 63 Prozent zu (Nettogewinn: 1,860 Mrd. $). Damit fährt Intel die Ernte des harten Konsolidierungskurses der vergangenen zwölf Monate ein, die trotz stagnierender Prozessorpreise und einer harten Konkurrenz durch den Rivalen AMD zu einem Rekordergebnis geführt hat. Getragen wurde es durch die rege Nachfrage nach Notebook-Prozessoren. Dem Kurs der Konsolidierung wird Intel-Chef Paul Otellini weiter folgen: In der Analystenkonferenz erklärte Finanzvorstand Andy Bryant, das Unternehmen plane bis zum Ende der Restrukturierung 2000 Arbeitsplätze abzubauen - das wären 500 weitere Stellen, die über den vergangenes Jahr anvisierten Arbeitsplatzabbau von 16.000 hinausgingen. Weniger verdient als im Vorjahresquartal hat der Internetdienstleister Yahoo, doch ist der Gewinnrückgang weniger dramatisch als von Analysten angenommen. 151,2 Millionen Dollar Nettogewinn verbucht das Unternehmen bei einem Umsatz 1,768 Milliarden Dollar, im Vergleichsquartal des Vorjahres lag der Umsatz bei 1,580 Milliarden Dollar. Bereinigt um die Traffic Acquisition Costs konnte Yahoo ebenfalls ein Umsatzplus von 39 Millionen auf aktuell 1,283 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hatte vor drei Monaten selbst diesen Umsatz vorsichtig im Bereich von 1,17 bis 1,31 Milliarden Dollar geschätzt. Aus dem einstigen Hardware-Riesen IBM entwickelt sich mehr und mehr eine Service- und Software-Company: Um etwas mehr als ein Zehntel ist der Umsatz in der Hardware-Sparte zurückgegangen, dafür steigerte das Computer-Urgestein an der Ostküste der USA den Umsatz im Berich globale Technologiedienste um 12 Prozent, bei den globalen Geschäftsdiensten 13,2 Prozent. Unterm Strich vermeldet IBM mit 24,1 Milliarden Dollar Umsatz ein Plus von 6,6 Prozent und einen um 6,3 Prozent gestiegenen Nettogewinn von 2,3 Milliarden Dollar - jeweils im Vergleich zum Vorjahresquartal. Apple wird am kommenden Montag nach Börsenschluss an der Wall Street gegen 22.30 Uhr deutscher Zeit seine Geschäftsergebnisse bekannt geben, im Anschluss können Analysten in einer Telefonkonferenz Fragen an Finanzvorstand Peter Oppenheimer stellen. Diese Konferenz strahlt Apple als Webcast aus. macnews.de wird Sie aktuell am Montag und detaillierer am Darauffolgenden Dienstag über die Geschäftszahlen informieren. Für Apple hat am 30. September mit dem vierten Quartal das Geschäftsjahr 2007 geendet.

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