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Intel bringt Pentium 4 Extreme Edition

17.09.2003 | 12:14 Uhr |

Speziell für den Spielemarkt hat Intel die populäre Pentium-4-CPU überarbeitet. Aus dem Server-Bereich implementiert der Hersteller in der "Extreme Edition" des 32-Bit-Prozessors einen großen Level-3-Cache.

Louis Burns, Vice President und General Manager von Intels Desktop Platform Group, präsentiert auf dem Intel Developer Forum in San Jose das Konzept hinter dem Pentium 4 in der Extreme Edition.
Vergrößern Louis Burns, Vice President und General Manager von Intels Desktop Platform Group, präsentiert auf dem Intel Developer Forum in San Jose das Konzept hinter dem Pentium 4 in der Extreme Edition.
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Bei Apple hat sich mit IBMs Power PC 970 der Level-3-Cache des G4 gerade erst verabschiedet, bei Intel ist der dritte Prozessor-Zwischenspeicher zur Kommunikation mit dem RAM jetzt ein Kandidat für Desktop-Prozessoren. Bisher gab es den Level-3-Cache nur in Intels Server- und Workstation-CPUs namens "Xeon", nun darf sich auch der Pentium 4 mit diesem Feature schmücken. Den daraus resultierenden Leistungssprung dokumentiert Intel mit dem Namenszusatz "Extreme Edition". Wie schon beim Xeon greift der neue Pentium 4 HTEE auf 2 MB Level-3-Cache zurück.

Diese neue Ausgabe des Pentium 4 ist laut Intel nur für rund fünf Prozent des gesamten x86-Marktes interessant, den absoluten Hardcore-Spielern. Zusammen mit der patentierten "Hyper Threading"-Technik, die durch optimierte Rechenabläufe einer Software einen zweiten Prozessor vorgaukelt, soll die neue P4-CPU vor allem AMDs anstehenden Athlon 64 FX (64 Bit) Paroli bieten.

Fachleute zeigen sich von diesem Schritt seitens Intel überrascht: Für November hat der Chip-Gigant bereits den Nachfolger des Pentium 4 (Codename "Prescott") angekündigt, der mit großen Level-1-Caches und Taktfrequenzen über 3,2 GHz wesentlich schneller als die neue "Extreme Edition" sein dürfte.

Info: Intel Developer Forum Fall 2003 Official Website

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