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Intel erneut in der Kritik

15.03.1999 | 00:00 Uhr |

Der französische Programmierer Pierre Chassaing hat herausgefunden, daß
auch in Rechnern der Pentium-II- oder Celeron-Linie schon eine
Vorläufertechnologie der sogenannten PSN (Processor Serial Number)
steckt. Diese Technologie ermöglicht es dem Hersteller, zahlreiche
Informationen über einen Kunden einzuziehen, sobald der Besitzer eines
Rechners mit einem PSN-Chip ins Internet geht. - Eine Tatsache, gegen die
sich vor allem in den USA zahlreiche Bürgerrechtsgruppen wehren. Neuen
Zündstoff bietet die Entdeckung, daß auch schon ältere Modelle mit einem
Vorläufer der neuen Chip-Serie bestückt sind, was Intel übrigens auch
zugegeben hat. Betroffen seien jedoch nur Geräte, die nach dem 5. Januar
dieses Jahres produziert wurden, in wie vielen Rechnern schon ein
"Spionage"-Chip seinen Dienst tun könnte, teilte das Unternehmen nicht
mit.

Fast täglich gelangen neue Berichte an die Öffentlichkeit, wie Hersteller
versuchen, sich unerlaubt Daten über ihre Kunden zu besorgen (siehe auch
Meldung "Microsoft spioniert fehlerhaft in Win 98"). Deshalb hat die
Redaktion der Macwelt für ihre aktuelle Ausgabe 4/99 das Thema "Großer Lauschangriff im Datendschungel" recherchiert, und die wichtigsten Tips
zusammengestellt, wie man den eigenen Rechnern vor fremdem Zugriff
schützt. Parallel finden sich auf der aktuellen Macwelt-Leser-CD 38
Security Tools, die den Mac am Arbeitsplatz, im Internet oder beim
Fernzugriff auf Daten sichern. Diese Programme lassen sich ebenso vom FTP-Server der Macwelt herunterladen .

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