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Intel geht gegen Yoga-Schule vor

02.04.2002 | 13:22 Uhr |

Eine kalifornische Yoga-Schule darf ihre Kurse nicht mehr unter dem Slogan "Yoga Inside" vermarkten. Der Chip-Hersteller will ohne Pardon Präzedenzfälle vermeiden.

München/Macwelt - Namensrechte und vor allem Streitigkeiten um dieselben liefern regelmäßig Stoff für ergötzliche Geschichten - diesmal ist es nicht anders. Intel will der Yoga-Schule "Yoga Inside Foundation" die weitere Nutzung des Namens "Yoga Inside" untersagen, weil dies gegen die Markenrechte von Intels "Intel Inside" verstößt, berichtet die Zeitung " San Francisco Chronicle " am Freitag vergangener Woche.

Die Yoga-Schule hatte im September 2000 versucht, sich die Begriffe "Yoga Inside" markenrechtlich zu schützen. Doch schon nach kurzer Zeit erreichte Mark Stephens, den Leiter der Schule, ein Schreiben der Intel-Anwälte, die ihm vorwarfen, die Popularität der Marke "Intel Inside" als Werbung für seine Schule zu missbrauchen.

In dem Zeitungsbericht musste selbst der Intel-Sprecher Chuck Mulloy zugeben, dass die Position Intels in diesem Fall möglicherweise etwas überzogen wirke. Doch das Markenrecht mache es nötig, dass Intel seine Rechte hartnäckig einklagt, da andernfalls Präzedenzfälle geschaffen werden, auf die sich andere bei Namenskonstruktionen, die auf "Inside" enden, berufen könnten.

Intel schlägt deshalb vor, dass die Yoga-Schule ihren Namen umstellt oder verändert - "Inside Yoga" wäre für Intel wahrscheinlich völlig akzeptabel. Mark Stephens dagegen empfiehlt den Verhandlungsführern der Intel-Rechtsanwälte einige Yoga-Einheiten, um ihr Karma zu verbessern. "Ein oder zwei Yoga-Stunden würden möglicherweise helfen. Ich biete sie ihnen sogar kostenlos an." wm

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