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Intel inside - Programmierer sind gelassen

09.06.2005 | 15:50 Uhr |

Die sprichwörtliche Bombe platze, als Steve Jobs auf der diesjährigen WWCD in San Francisco die Migration zu Intel-Chips ankündigte. Wir wollen wissen, wie bekannte deutsche Soft- und Hardware-Entwickler auf die neue Situation reagieren und haben ein paar Stimmen eingefangen.

MacOS X - Intel - XCode 2.1
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CPU-Mehrleistung ideal für Cinema 4D

Harald Schneider, Geschäftsführer der Maxon Computer GmbH:
„Wir sehen den Umstieg auf Intel-Chips locker, denn etwas Besseres kann einem Entwickler von Cross-Plattform-Software wohl kaum passieren. In der internen Entwicklung existiert bereits heute ein erster Universal-Binary-Port von Cinema 4D. Die Mehrleistung auf CPU-Seite ist natürlich gerade für ein leistungshungriges Programm wie Cinema 4D ideal. Da Maxon-Software bereits zu über 95% Plattform unabhängig entwickelt wird, ist eine Portierung für uns keine besondere Herausforderung. Intel hat sich bereits in der Vergangenheit auch für uns als extrem kooperativer Entwicklungs-Partner gezeigt. Nachteile sehen wir daher keine.
In puncto Render-Geschwindigkeit können wir noch keine exakte Aussage machen. Einen entscheidenden Einfluss auf die erzielbare Geschwindigkeit hat der Compiler. Und da hier gerade die ersten Entwicklungsmuster erhältlich sind, wäre eine Aussage zur Performance verfrüht. Eine Tendenz gibt es jedoch aufgrund unserer Cross-Plattform-Erfahrungen schon: langsamer wird es wohl nicht werden!“

Altivec-Abschied ist eine Herausvorderung für Elgato

Dr. Markus Fest, Gründer und CTO von Elgato Systems:
„Elgato wird das Universal Binary Format unterstützen, unsere Produkte werden also nativ auf Macs mit PPC- und Intel-Chips laufen. Apples Entscheidung stellt für uns insofern eine besondere Herausforderung dar, dass unser Code zu weiten Teilen und in hohem Maße für Altivec-optimiert ist. Rosetta unterstützt Altivec nicht, daher läuft Eye TV mit dem aktuellen Code nicht auf der neuen Plattform. Altivec-Code auf Intels SSE-Vektor-Engine zu portieren heißt, ihn mehr oder weniger neu zu schreiben. Im Ergebnis hat man dann zwei Codebases, die nebeneinander gepflegt, getestet und freigegeben werden müssen.
In puncto Rechenleistung halten wir uns mit einem Urteil zurück und warten ab, bis tatsächlich Intel-basierte Apple-Hardware in den Regalen steht. Davon abgesehen sind wir aber davon überzeugt, dass die in einem Jahr verfügbaren Intel-Prozessoren schneller als heutige Power-PC-CPUs sein werden.“

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