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Intel kooperiert mit Nokia bei neuen Notebook-Prozessoren

28.09.2006 | 10:23 Uhr |

Intel will seine Centrino-Plattform für mobile Computer mit einem schnellen Breitband-Zugang zum Internet ausstatten und kooperiert dafür mit dem finnischen Handy-Hersteller Nokia.

Intel Otellini Fall IDF 2006
Vergrößern Intel Otellini Fall IDF 2006

In die neue Chip-Plattform Centrino Duo mobile werde das Unternehmen Nokias führende Mobilfunktechnik der dritten Generation integrieren, kündigte Intel-Manager Dadi Perlmutter am Mittwoch in San Francisco auf dem Intel Developer Forum an. Ein gemeinsam entwickelter Chip soll künftig auf der für die zweite Jahreshälfte 2007 angekündigten Chip-Plattform mit dem Codenamen «Santa Rosa» auch unterwegs den schnellen Austausch großer Datenmengen ermöglichen.

Die «Santa-Rosa»-Plattform soll über einen gemeinsam mit Nokia entwickelten Chip den schnellen Mobilfunkstandard HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) unterstützen. Der Standard baut auf UMTS auf und eignet sich auf Grund seiner Schnelligkeit (bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde) auch für das Herunterladen etwa von Spielfilmen unterwegs. Der Doppelkern-Chip Core Duo mobile soll zudem mehr Leistung bei niedrigerem Stromverbrauch ermöglichen. Ein Notebook könne damit zwischen 40 und 60 Minuten länger ohne Steckdose arbeiten, sagte Perlmutter.

«In der Vergangenheit haben Nutzer auf eine oder mehrere Möglichkeiten verzichtet, nur um einen mobilen PC zu haben», sagte Perlmutter. Intel habe in den vergangenen Jahren jedoch die Rechenleistung weiter verbessert, für einfachere Internet- Verbindungen gesorgt und den Strombedarf der mobilen Geräte kontinuierlich gesenkt, so dass Laptop-Nutzer heute keine oder nur noch wenig Kompromisse machen müssten. Strom sparen helfen soll auch der in die Plattform integrierte Chipsatz mit dem Namen Crestline. Dieser erkennt zum Beispiel im Ruhe-Modus des Rechners intelligent selbst, ob der Prozessor noch abzurufende Daten in seinem Zwischenspeicher (Cache) lagert, statt wie gehabt regelmäßig nachzufragen und damit unnötig Energie zu verschwenden. «Es gibt noch eine lange Strecke zu gehen, Milliwatt für Milliwatt», sagte Perlmutter. «Aber wir werden unser Ziel erreichen.» (dpa)

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