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Intel kündigt mit "vPro" neue Plattform für Business-PCs an

25.04.2006 | 12:23 Uhr |

Intel hat nach dem Muster seiner erfolgreichen mobilen Chip-Plattform Centrino eine neue Plattform speziell für Business-Computer entwickelt.

Unter dem Namen vPro will der weltgrößte Chiphersteller noch in diesem Jahr eine kombinierte Lösung für den Einsatz in Unternehmen auf den Markt bringen, teilte das Unternehmen am Montag in Santa Clara mit. Die Strom sparenden Business-PCs mit Doppelkern-Prozessor und 64-Bit-Technologie sollen unter anderem über spezielle Sicherheitsfunktionen verfügen. Der Vorteil soll dabei in der feinen Abstimmung der Komponenten untereinander liegen, sagte Intel-Manager Will Swope im Vorfeld der offiziellen Ankündigung in Bologna. «Damit werden Unternehmen ihre IT-Kosten signifikant senken können.»

Unternehmen würden heute von wachsenden ökonomischen Herausforderungen und vermehrten Sicherheitsbedrohungen durch Viren, Spionagesoftware und Identitäts-Diebstahl geplagt. Die Zeit, bis heutzutage ein Schadcode eine neu entdeckte Sicherheitslücke in der Software ausnutzt, sinke dramatisch, sagte Intel-Manager Pat Gelsinger. Für die Sicherstellung des Datenverkehrs biete die vPro-Plattform zum Beispiel die Möglichkeit, dass sich Computer bei einem Virus-Befall automatisch selbstständig abschalten könnten. Per Ferndiagnose könne ein Administrator den Rechner sogar in ausgeschaltetem Zustand analysieren und reparieren. Weitere Sicherheitslösungen will Intel in Kooperation mit dem Antiviren-Spezialisten Symantec entwickeln.

«IT-Manager stehen heute unter einem enormen Druck», sagte Gelsinger. Trotz hoher Erwartungen an Innovationen und neuen Sicherheitslösungen sei das Budget meist sehr begrenzt. Lediglich 11 Prozent der Budgets stünden den IT-Managern in der Regel für Innovationen zur Verfügung, 89 Prozent des Geldes werde dafür benötigt, um die Systeme am Laufen zu halten. «Mit der neuen Business-PC-Plattform wollen wir diese 89 Prozent attackieren.» Erste Pilotprojekte hätten gezeigt, dass die Kosten für Erhalt und Wartung der IT-Infrastruktur damit erheblich gesenkt werden könnten. Firmen, die etwa in Deutschland rund 50 000 Desktop-PCs unterhalten, könnten über die Lebensdauer der Rechner insgesamt 3,5 Millionen Dollar sparen. (dpa)

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