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Intel setzt auf mehr Sicherheit bei Mobilgeräten

16.09.2013 | 09:23 Uhr |

Im Rahmen der eigenen Entwicklerkonferenz IDF 2013 stellt Intel ein intelligentes Sicherheits-Modell für Smartphones vor – Diebstahlschutz inbegriffen. Für mehr Privatsphäre hat sich Intel außerdem einen Cloud-Dienst einfallen lassen.

Mobilgeräte, insbesondere Smartphones, sollen noch persönlicher werden – so stellt sich zumindest Intel die Zukunft vor. Dazu gehören neue Anwendungszwecke der in Smartphones bereits integrierten Sensoren. Zum einen soll so mehr Sicherheit gewährleistet werden, weil das Gerät weiß, zu wem es gehört. Zum anderen sollen die Handys mit denen von Bekannten kommunizieren, um Sie bei Entscheidungen wie dem richtigen Restaurant zu unterstützen.

Mehr Sicherheit für Smartphones

Auf dem IDF 2013 zeigte Dr. Genevieve Bell bei ihrer Keynote ein Smartphone-Modell mit Schritterkennungssoftware. Dabei lernt das Gerät, wie sich der Nutzer im Alltag bewegt und erkennt den Laufstil. Selbst bei unterschiedlichen Schuhen kann die Software den richtigen Nutzer zuordnen. Die Software könnte in Zukunft bei Diebstahl eines ungeschützten Smartphones eine wichtige Rolle spielen. Sobald das Programm nämlich einen fremden Halter durch die Gehart erkennt, sperrt es automatisch das Telefon. Damit ist es für den Dieb nicht brauchbar.

Nutzer-Identifikation durch Spracherkennung

Zusätzlich demonstrierte Dr. Bell eine Software, die den eigenen Nutzer anhand seiner Stimme identifiziert. Dabei lernt auch diese Software von Zeit zu Zeit dazu. Die Besonderheit: Nutzen mehrere Personen ein Smartphone mit entsprechender Sprachanalyse, dann erkennt das Handy die Sprachprofile bekannter Personen, die sich beispielsweise in Ihrer Nähe aufhalten. Daraufhin kann Ihnen Ihr Smartphone etwa ein Restaurant empfehlen, das Ihnen sowie Ihrem Bekannt gleichermaßen gefällt. Außerdem unterscheidet die Software gute Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen von Ihnen und passt die Suchtreffer an.

Cloud-Dienst zur Verwaltung der Privatsphäre

Weil Ihre Daten im Internet schnell missbraucht werden können, wird Privatsphäre immer wichtiger – das weiß auch Intel. Deshalb stellte das Unternehmen einen auf HTML5 basierenden Cloud-Dienst vor, mit dem Sie alle Ihre internetfähigen Geräte sowie Ihren Browser verwalten. So sehen Sie beispielsweise auf einen Blick, wie hoch Ihre Privatsphäre auf Facebook geschützt ist. Dabei scannt die Anwendung Ihre Fotos und Posts und erkennt, ob die Beiträge öffentlich oder nur für ausgewählte Nutzer verfügbar sind. Darüber hinaus weist die Software Sie auf schädliche Cookies hin, die Sie gegebenenfalls überprüfen sollten.

Aber nicht nur am Computer bzw. im Internet funktioniert das Tool. Auch auf Ihr Smartphone kann das Tool zugreifen. So zeigt es Ihnen, wie viele und vor allem welche Apps Berechtigungen nutzen, die diese eigentlich überhaupt nicht bräuchten – wie der Zugriff auf Ihre Nachrichten und Ihren Telefonverlauf.

Dieses Privatsphäre-Programm ist bislang nur eine Demo-Anwendung von Intel. Das Unternehmen zeigt damit aber, was in Zukunft möglich sein wird.

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