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Intel übertrifft Erwartungen der Wall Street

16.04.2003 | 10:20 Uhr |

Santa Clara (dpa) - Die Intel Corporation hat im ersten Quartal dieses Jahres angesichts der schwierigen Lage im Mobilfunksektor einen stagnierenden Umsatz und einen etwas niedrigeren Gewinn verbucht. Trotzdem hat der weltgrößte Chiphersteller die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street übertroffen. Die Aktien des Unternehmens stiegen nachbörslich kräftig um 77 Cent auf 17,90 Dollar.

Intel (NASDAQ: INTC) ist der dominierende Anbieter von Chips für Personal Computer. Hauptkonkurrent ist die viel kleinere Advanced Micro Devices (NYSE: AMD). Beide Unternehmen konkurrieren auch bei Speicherchips für Handys und andere Elektronikprodukte. Intel hatte sich nach Ansicht von Branchenkennern mit einer massiven Preiserhöhung bei Flash-Speicherchips verkalkuliert und litt deshalb unter einer schwachen Nachfrage in diesem Bereich.

Intel setzte in der Berichtszeit 6,75 Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro) um, gegenüber 6,78 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Quartalsgewinn fiel um zwei Prozent auf 915 Millionen Dollar, wie die Gesellschaft mitteilte.

Konzernchef Craig R. Barrett sprach von einer soliden finanziellen Leistung. Das computerbezogene Geschäft sei besser als erwartet gelaufen. Dagegen blieb das Geschäft mit den so genannten Flash-Speicherchips nach seinen Angaben hinter den Erwartungen zurück. Der Quartalsumsatz fiel in Nord- und Südamerika auf 1,92 (2,21) Milliarden Dollar. Intel legte in Europa auf 1,64 (1,57) Milliarden Dollar zu.

Intel erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 6,4 bis 7 Milliarden Dollar und Bruttomargen von 50 Prozent gegenüber 52 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Die Bruttomarge für 2003 dürfte bei 51 Prozent liegen. Die Analysten sind von der Margenentwicklung beeindruckt.

Der Chip-Branchenführer will im laufenden Jahr 4 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung und 3,5 bis 3,9 Milliarden Dollar für Investitionen aufwenden.

Intel ist sehr stark von der Entwicklung des globalen PC-Marktes abhängig, da die Gesellschaft mit ihren PC-Chips einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent hat. Barrett will deshalb das Geschäft mit Chips für Server und Handys sowie andere Produkte ausbauen.

Der weltweite Chipabsatz war im Jahr 2001 um ein Drittel geschrumpft und stieg dann im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 140,7 Milliarden Dollar, wie die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtete.

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