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Intel versus AMD: Der Preiskrieg ist beendet

05.12.2007 | 12:50 Uhr |

Der Preiskrieg im x86-Mikroprozessorbereich zwischen Intel und AMD ist offensichtlich beendet. Gemäß einer Studie vom letzten Montag von iSuppli verlagert sich der Wettbewerb um Preise auf Wettbewerb von neuen Features und Funktionen.

Trotz steigender PC-Verkaufszahlen hat die aggressive Preispolitik sowohl Intel als auch AMD rückläufige Gewinne im Mikroprozessorbereich beschert, bemerkt Dale Ford, der Vizepräsident von iSuppli. Obwohl der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent anstieg, fiel der Gewinn für Intel und AMD bescheidener aus.

Der gesamte Gewinn im dritten Quartal 2007 belief sich auf 8,53 Milliarden US-Dollar, 10,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Intel ist dabei Marktführer mit einem 78,7 Prozent Marktanteil (einem Anstieg von 4,6 Prozent), gefolgt von AMD mit 13,9 Prozent (und somit 2,9 Prozent weniger als im gleichen Quartal 2006). Alle weiteren Anbieter wie IBM, Freescale und Marvell Technologie summieren sich auf nur 7,4 Prozent des Gewinns auf.

Laut Ford entspannt sich nun die Situation durch Einsatz von neuen Multicore-Prozessoren und Chips mit neuen Fertigungs-Technologien. Intel hat bereits neue energiesparende Penryn-Chips in 45-Nanometer-Fertigungstechnik eingeführt, während AMD Chips noch 65-Nanometer-Fertigungstechniken verwenden und AMD erst nächstes Jahr gleichziehen will. Unabhängig davon statten beide Hersteller ihre Chips mit neuer Technologie wie Unterstützung von Virtualisation und besseren Graphikmöglichkeiten aus. Dean McCarron, eine Analyst von Mercury Research, sagt eine Preisstabilisierung durch weniger Wettbewerb wegen unterschiedlichen Einsatzgebieten aus. So wird Intel Ende 2008 einen energiesparenden Nehalem -Chip produzieren und AMD konzentriert sich auf Fusion , eine integrierte Lösung für CPU und Graphikprozessor auf einem Chip.

Sowohl AMD und Intel warnen aber, dass für günstige PCs der aggressive Preiskrieg weitergeht. Laut McCarron kann aber dennoch mit leichten Gewinnen gerechnet werden, da die wachsende Nachfrage die Preise treibt.

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