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Intel will Internet sicherer machen

10.09.2004 | 11:05 Uhr |

Der weltgrößte Chiphersteller Intel Corp. will mit einem neuartigen Netzwerk-Konzept das bestehende Internet sicherer, flexibler und "smarter" machen.

Intel-Technologie-Chef Pat Gelsinger präsentierte am Donnerstag (Ortszeit) in San Francisco eine Plattform, bei der leistungsstarke Netzwerk-Computer eine zusätzliche Ebene über der bestehenden Infrastruktur des Internets bilden, um Probleme bei der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Netzes in den Griff zu bekommen. "Diese smarten Geräte könnten beispielsweise das Internet in die Lage versetzen, eigenständig eine Attacke durch einen Computerwurm zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten", sagte Gelsinger auf dem Intel-Entwickler-Forum (IDF). "Mit dieser Arbeit legen wir heute das Fundament für das Internet von morgen."

Zuvor hatte Vint Cerf, der in den siebziger Jahren maßgeblich die Entwicklung des technischen Internet-Standards (TCP/IP) mitgestaltet hat, auf die Schwachstellen des existierenden Netzes hingewiesen. "Wir benutzen heute noch eine Technologie, die 1978 definiert wurde", sagte Cerf auf dem Intel-Forum. "Das Internet ist nach 26 Jahren immer noch ziemlich primitiv", sagte der Vorstandsvorsitzende der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die Namen und Adressen im Internet verwaltet und somit technische Aspekte des Internets koordiniert. Insbesondere die Sicherheit des Netzwerks lasse noch zu wünschen übrig. "Je größer das Netz wird, desto mehr Angriffspunkte entstehen." Außerdem entstünden ständig neue Bedrohungen wie zum Beispiel Viren, die Mobiltelefone attackierten.

"Offene Plattform"

Gelsinger forderte die Computer- und Telekommunikationsindustrie auf, sich der Initiative PlanetLab anzuschließen. In dieser "offenen Plattform" entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen verschiedene Hardware- und Software-Lösungen für die nächste Generation des Internets. Neben Intel arbeiten unter anderem Hewlett Packard, France Télécom, die Universitäten in Princeton, Berkeley und Cambridge, sowie AT&T Labs und NEC Labs an dem neuen Netzwerk-Konzept mit.

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