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Intel will Sicherheitslücken mit Chip-Technologien stopfen

19.02.2004 | 10:27 Uhr |

Zur Bekämpfung von Sicherheitslücken in Computersoftware will der Chiphersteller Intel verstärkt in Silizium gegossene Technologien einsetzen.

Der Vizepräsident von Intel, Bill Siu, kündigte am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco an, dass sein Unternehmen die Sicherheitstechnologie «No Execution» (NX) in der zweiten Jahreshälfte 2004 bei den populären Pentium 4 Prozessoren einführen wird. Damit soll verhindert werden, dass Sabotageprogramme eine schlampige Programmierung in Betriebssystemen oder Sicherheitslücken in Anwendungen ausnutzen. Bislang ist es möglich, einen bestimmten Speicherbereich innerhalb des Computers zum Überlaufen und damit einen bösartigen Programmcode zum Laufen zu bringen. Diese «Buffer Overflows» werden beispielsweise bei Computerwürmern wie «Code Red» eingesetzt, um die Kontrolle über einen fremden Computer zu übernehmen. Die «No Execution»-Funktion unterbindet dies. Sie ist bislang nur in wenigen Chip-Typen wie dem UltraSparc von Sun Microsystems, dem Itanium von Intel oder dem Opteron von AMD verfügbar. Siu betonte, auch die so genannte Hyper-Threading-Technologie der aktuellen Intel-Produkte, mit der innerhalb eines Mikroprozessors virtuell zwei Chips abgebildet werden, helfe enorm, Computer sicherer zu machen. «Damit kann im Hintergrund ein Virenscanner arbeiten, ohne dass die Arbeit mit einer anderen Anwendung in Mitleidenschaft gezogen wird.» Siu verwies weiterhin auf die LaGrande-Technologie, mit der Intel die geschützte Ausführung und Speicherung von Programmen und Interaktionen standardisieren werde.

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