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Intel wird 40

18.07.2008 | 14:30 Uhr |

Intel, der Prozessorlieferant für Apple und viele andere Hersteller, wird am Freitag dem 18. Juli 40 Jahre alt.

Intel Inside
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Vor exakt 40 Jahren wurde Intel in das Handelsregister in Kalifornien eingetragen. Damals hieß die Firma noch "Moore-Noyce Electronics". Als sich damals die zwei Angestellte der Halbleiterfirma Fairchild Semiconductor, Gordon Moore und Roger Noyce, selbstständig machten, ahnte noch niemand, dass dies einmal der größte Chiphersteller der Welt werden würde.

2008 hat Intel einen Marktanteil von rund 80 Prozent bei den Prozessoren für PCs. Zudem entwickelt und baut das Unternehmen auch die Chipsätze - inklusive Grafik, WLAN und Netzwerkadapter - für die entsprechenden Computer. 2007 brachte es die Firma so auf beinahe 40 Milliarden Dollar Umsatz.

Talentierte Tüftler

Heute ist Intel der Chef im Halbleitergeschäft, in den Anfangstagen mussten sich die Jungunternehmer noch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Noyce hatte die Herstellung von Transistoren mittels des so genannten MOS-Prozesses (Metal Oxide Semiconductor) entwickelt. Hierbei wird ein geschichteter Verbund aus Metall, Siliziumoxid und Silizium geschaffen. Damals war dieses Verfahren neu und vor allem teuer -wesentlich teurer als die damals üblichen Verfahren. Doch die integrierten Schaltkreise, die auf Transistoren aus Halbleitern basierten, waren so überlegen, dass sie sich durchsetzten. Das MOS-Verfahren bestimmt auch heute noch die Chipproduktion.

Auch sein Kollege Moore ging in die Elektronikgeschichte sein: Er erfand das Mooresche Gesetz. Eine Faustregel, die auch heute noch jeder Elektroniker und Informatiker kennt. Nach dem Mooreschen Gesetz verdoppelt sich die Zahl der Schaltkreise auf einen Prozessor alle zwei Jahre - Ausdruck der Miniaturisierung in der Elektronik. Heutzutage geht man dafür von einem Zeitraum von etwa 18 Monaten aus.

Das wohl bekannteste Produkt von Intel sind die x86-Prozessoren, die 1978 vorgestellt wurden. Diese waren der Grundstein für Intels Dominanz auf dem Markt und auch die heutigen Prozessoren in den Macs basieren noch auf dieser x86-Architektur. Doch der Erfolg von Intel wurde nicht nur positiv bewertet. Immer wieder steht das Unternehmen in dem Verdacht, der Konkurrenz mit marktwidrigen Aktionen gezielt zu schaden. Immer wieder gab und gibt es kartellrechtliche Verfahren gegen Intel.

Info: Intel

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