Von Patrick Woods - 25.04.2012, 13:53

Intels Ivy Bridge

Was Ivy Bridge für Apples Macbook bedeutet

Neue Intel-Prozessoren - neue Apple-Geräte. Diese Regel hat seit Apples Wechsel zum Chip-Marktführer Bestand. Inzwischen ist Intels Chip-Fahrplan bekannt und erlaubt Rückschlüsse auf kommende Macs
Ivy Bridge sollte schon im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommen, wurde dann aber auf das zweite Quartal vertagt. Nun hat der Hersteller die neuen Prozessoren am 22. April offiziell vorgestellt.
Diese würden den Weg für neue Mac-Modelle bereiten. Besonders die Macbooks und der Mac Pro warten seit längerer Zeit auf ein größeres Hardware-Update. Das Macbook Pro ist in der aktuellen Basisausstattung bereits seit Februar 2011 auf dem Markt und erhielt im Oktober 2011 lediglich einen minimalen Geschwindigkeitsschub. Beim Mac Pro ist der Innovationsstau noch deutlich größer.
Der Top-Mac befindet sich seit Juli 2010 unverändert auf dem Markt, ist also in Computerjahren gerechnet bereits ein alter Hund. Erst kürzlich hat Intel damit begonnen, neue Xeon-Prozessoren auszuliefern. Apple verwendet diese Server-Chips traditionell im Mac Pro. Dies könnte endlich ein Update zur Folge haben, zumal auch der schnelle Thunderbolt-Anschluss immer noch im Profi-Mac fehlt.

Die nächsten Macbooks

Intel wird zunächst mit einer Reihe Quadcore-Prozessoren für Mobil- und Desktop-Rechner starten. Hier gibt es Varianten des Core i7 für Laptops und Desktops, sowie neue Modelle des Core i5 für PCs. Die Spannweite der Mobil-CPUs umfasst Basis-Taktfrequenzen zwischen 2,6 und 2,9 GHz. Diese Modelle könnten für die größeren Ausgaben des Macbook Pro interessant sein. Dies schürt Gerüchte über neue Macbooks, die demnächst erscheinen sollen. Gegen diese Prognose spricht, dass die passenden Prozessoren für die Einsteigermodelle erst später erscheinen. Wir gehen davon aus, dass Apple die gesamte Macbook-Reihe zur gleichen Zeit aktualisieren wird.
Denn neue Dualcore-Prozessoren, die für die günstigeren und kleineren Macbook-Modelle perfekt geeignet sind, folgen laut Intel erst Anfang Juni. Diese spar-samen Zweikern-CPUs der Reihen i5 und i7, die mit 1,8 und 2,0 GHz getaktet sind und den neueren, integrierten Grafikchip HD 4000 mitbringen, bieten sich für neue Modelle des Macbook Air an. Für kleinere Macbooks und den Mac Mini sind Dualcore-Chips mit 2,6 bis 2,9 GHz interessant, die ebenfalls für Juni angekündigt sind.
Parallel zu den sehr konkreten Informationen über Intels kurzfristige Pläne halten sich hartnäckige Spekulationen, dass Apple auch Intels Konkurrenten AMD als möglichen Zulieferer im Auge habe. AMD produziert günstige Prozessoren mit schnelleren Grafikchips als Intel, die jedoch bei der reinen Rechenleistung im Vergleich abfallen. Es gilt unter Beobachtern als sicher, dass Apple eines Tages das Superdrive-Laufwerk opfern wird. Dank USB- und Thunderbolt-Laufwerken sind DVDs als reine Speichermedien ohnehin veraltet und Spielfilme soll man nach Apples Willen am besten als Download im iTunes Store kaufen.

Nur noch Macbook Air

Ohne optisches Laufwerk gewinnt Apple viel Platz im Gehäuse. Neben dem Akku ist das Laufwerk der größte Bauteil im Gehäuse und im Vergleich zu diesem in der Form sehr unflexibel. Ohne Superdrive wird der Weg frei für dünnere Macbooks, größere Akkus oder zwei Festplatten in einem Gerät - und beliebige Kombinationen dieser Möglichkeiten. Dies könnte Apples Laptops noch kompakter und damit mobiler machen. Wir hatten Apple diesen Schritt schon 2011 zugetraut, konkrete Anhaltspunkte für einen solchen Generationswechsel stehen aber noch aus.
Interessant ist die Frage, ob Apple auch im Zeitalter nach den Superdrives noch zwischen "Macbook Air" und "Pro" trennen wird. Wir gehen davon aus, dass es weiterhin eine "Air"-Variante geben wird. Diese wird dünner und leichter als die anderen Macbooks bleiben und wohl auch konsequent am SSD-Speicher festhalten. Die Nachfolger der heutigen Macbook Pro werden auch künftig mehr Speicherplatz benötigen, daher ist reiner Flash-Speicher an dieser Stelle zu teuer. Apple wird sie deshalb mit mehreren Optionen anbieten.
Wer viel Platz braucht, wählt ein Modell mit großer, herkömmlicher Festplatte. Wer es lieber schnell mag, setzt ganz auf eine etwas kleinere SSD. Spielt der Preis keine Rolle, wird man vielleicht wie beim iMac beides haben können. Außerdem sollte Apple dem Akku viel Platz einräumen, da die Nutzer bei einem Macbook Pro sicherlich mehr Leistung als von einem Macbook Air erwarten und die Laufzeit dennoch üppig sein muss.
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