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Intel und Google portieren Android auf x86

14.09.2011 | 07:16 Uhr |

Intel will mit Chips der neuen Medfield-Reihe den Smartphone- und Tablet-Markt aufmischen und arbeitet dabei mit Google zusammen an der Optimierung des Betriebssystems Android für Intels x86-Plattform.

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Auf der Entwicklerkonferenz Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco zeigte Intel-Chef Paul Otellini einen Smartphone-Protoypen mit Medfield-Chip und Android, verriet aber nicht, um welche konkrete OS-Version es sich dabei handelte. Intel hat im Smartphone-Markt bisher nicht Fuß fassen können, ein erstes Telefon mit Medfield-Chip soll laut Otellini im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommen. Medfield basiert auf Intels stromsparenden Atom-Prozessor, der bisher im Netbook-Segment sein Einsatzgebiet gefunden hatte. Auf der IDF will Intel auch Tablets zeigen, die mit Medfield-Prozessoren arbeiten.

Intel und Google wollen laut Ansage von Googles Senior Vice President for Mobile Andy Rubin alle zukünftigen Android-Versionen für den Einsatz mit Intel-Chips optimieren, angefangen vom Kernel über spezielle Bereiche wie dem Speichermanagement bis hin zur Grafik. Einige Android-Versionen, zuletzt die mit dem Codenamen Froyo benannte Version 2.2 sind bereits für Intel-Chips portiert, die Beziehungen wolle man nun vertiefen, erklärt Otellini auf dem IDF.

Intel tritt im Smartphone- und Tablet-Segment vor allem gegen ARM an, dessen Chips als weniger hungrig nach Energie gelten. Mit Medfield will Intel eine Art Brückenkopf im Markt etablieren und seinen Herstellungsprozess mit dem Ziel effizienterer und sparsamer Chips optimieren. Chips sollen in der Zukunft nur so wenig Energie benötigen, dass sie problemlos von Solarzellen aufgeladen werden könnten. Dies demonstrierte Intel mit einem frühen Prototypen, der allein von Sonnenenergie getrieben wurde .

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