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Internet-Kritik am Hotel berechtigt nicht zum Reiserücktritt

04.03.2005 | 11:37 Uhr |

Im Internet veröffentlichte negative Äußerungen über ein Hotel berechtigen Pauschalurlauber nicht zu einem kostenlosen Reiserücktritt.

Das hat das Amtsgericht Hannover entschieden (Az.: 508 C 3678/04), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in der Zeitschrift «ReiseRecht aktuell».
Im verhandelten Fall hatte eine Urlauberin vom Reiseveranstalter den Reisepreis zurückgefordert, weil sie im Internet Kritik an dem von ihr gebuchten Hotel in Hammamet in Tunesien gefunden hatte. Bei diesen Online-Reiseberichten handele es sich jedoch um «nicht mehr und nicht weniger als die zum Teil überzogene Wiedergabe persönlicher Eindrücke, die mit den objektiven Gegebenheiten nicht übereinstimmen müssen», urteilte das Gericht. Außerdem handele es sich um «eine ganz geringfügige Anzahl von Personen», die im Web ihren Unmut kundtat.

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