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Internet-Musikplattform Phonoline soll zur Cebit starten

12.03.2004 | 10:15 Uhr |

Die Internet-Musikplattform Phonoline soll nach vielfachen Verzögerungen nun am kommenden Donnerstag während der Computermesse CeBIT an den Start gehen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder werde am 18. März am CeBIT-Stand der Deutschen Telekom das erste Musikstück herunterladen, teilte der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft am Donnerstag mit. Die Songs sollen über die Portale des Ticket-Vermarkters CTS Eventim AG für 99 Cent bis zu 1,99 Euro pro Stück online angeboten werden.
«Wir bieten zunächst 250 000 Musikstücke aus allen Genres zum Download an», sagte der CTS-Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Schulenberg. An dem Katalogangebot sollen fast alle großen Musikkonzerne beteiligt sein und es nach dem schrittweisen Ausbau einmal rund 700 000 Songs enthalten. Die Musikstücke im MP3-Format sollen sich mit Hilfe einer kostenlosen Software auch auf CD brennen oder ein tragbares Abspielgerät überspielen lassen. Zum 18. März will CTS Eventim nach eigenen Angaben ein weiteres Portal unter www.eventim-music.de freischalten.
Phonoline befindet sich seit rund anderthalb Jahren als Internet- Projekt der deutschen Musikwirtschaft und der Telekom-Festnetztochter T-Com als Technologielieferant in Planung. Der Start war immer wieder verschoben worden. Zuletzt sollte im vergangenen Dezember das als Großhandelsplattform konzipierte Angebot zunächst auf den Internet- Seiten der Elektronik-Kette Saturn an den Start gehen. Der Start war jedoch wieder verschoben worden, angeblich wegen Unstimmigkeiten mit den Verwertungsgesellschaften. International hat bereits eine ganze Reihe von Unternehmen eigene kostenpflichtige Musikangebote ins Netz gestellt, darunter der Computerhersteller Apple mit seiner erfolgreichen Onlineplattform iTunes, sowie Yahoo!, BuyMusik.com oder die Softwarefirma Roxio unter der Marke Napster. Auch die Telekom-Tochter T-Online unterhält mit musicload.de seit vergangenem Sommer ein eigenes Musikportal. Nach jüngsten Presseberichten schließt T-Online einen Umstieg auf die T- Com-Plattform nicht aus. Man habe jedoch frühzeitig an den Start gehen müssen, um im Markt Präsenz zu zeigen, hieß es.

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