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Internet-Projekt von Steven Spielberg und Katzenberg gescheitert

07.09.2000 | 00:00 Uhr |

Das Internet-Unternehmen Pop.com der Hollywood-Mogule Steven Spielberg und Jeffrey Katzenberg ist am Ende. Die Firma kündigte am Mittwoch in Los Angeles an, ihre Geschäftsaktivitäten zu beenden, bevor überhaupt die wichtigste Webseite fürs Internetgeschäft eröffnet worden war. Die rund 75 Mitarbeiter müssen bis Freitag ihre Büros im Dreamworks-Filmstudio, das Spielberg und Katzenberg gehört, räumen. Im vergangenen Jahr hatte Pop.com angekündigt, Web-Projekte zu übernehmen oder zu entwickeln mit Prominenten wie Steve Martin und Eddie Murphy. Außerdem sollten kurze Filme im Netz gezeigt werden.

Eine Dreamworks-Sprecherin erklärte, Pop.com sei ein Opfer der allgemeinen Entwicklung im Internet-Business geworden. Der Markt habe sich dramatisch verändert mit deutlich weniger Erfolgsmöglichkeiten für das Unternehmen.

Verhandlungen von Pop.com mit dem Internet-Anbieter iFilm.com waren am vergangenen Wochenende gescheitert. Die Bitte der Belegschaft, wenigstens eine Versuchsversion von Pop.com wie ursprünglich geplant am 18. September ins Netz zu geben, um die Kundenreaktion zu testen, wurde abgelehnt.

Das Ende von Pop.com löste einen Schock in der amerikanischen Internet-Branche aus, die bereits zuvor Misserfolge verkraften musste. So gab im vergangenen Monat Digital Entertainment Network auf. In der vergangenen Woche kündigte Scour.com an, die meisten seiner Mitarbeiter zu entlassen. dpa/ab

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