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Kaspersky: Smartphone könnte Segen für Internet-Sicherheit werden

03.03.2010 | 11:06 Uhr |

Laut Ansicht des Sicherheitsexperten Eugene Kaspersky sind Menschen mit dem Smartphone sicherer im Netz unterwegs als mit dem Computer. Die Verbreitung von Internethandys fördere die Sicherheit.

iPhone: Internet
Vergrößern iPhone: Internet

Die wachsende Nutzung von Smartphones wie dem iPhone könnte sich nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Eugene Kaspersky künftig als Segen für die Internet-Sicherheit herausstellen. Inzwischen gingen mehr Menschen unterwegs über ihre Smartphones ins Netz als über ihren PC zu Hause, sagte der Mitgründer des Antivirensoftwareherstellers Kaspersky Lab am Dienstag auf der CeBIT in Hannover. Und über die Smartphones werde es künftig viel einfacher sein, entsprechende Sicherheitssysteme und Identifikationen für Nutzer und Gerät einzuführen.

Kaspersky hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für eine global agierende Internet -Polizei zum besseren Kampf gegen Cyberkriminalität ausgesprochen. Dieses Ziel sei aber mittelfristig unrealistisch, sagte Kaspersky. Entsprechende Initiativen seien immer wieder von globalen Ereignissen wie die weltweite Wirtschaftskrise oder Epidemien wie die Schweinepest überschattet worden. "Bis es zu einer globalen Aktion kommt, werden die Sicherheitsrisiken längst verschwunden sein", sagte Kaspersky. Die Fortschritte, die die Branche auf internationaler Ebene mache, seien so langsam, dass erste Ergebnisse nicht in den kommenden zehn Jahren zu erwarten sind.

Online-Kriminalität ist inzwischen allgegenwärtig, vor allem auch, weil Betrug im Netz einfach und anonym und ohne großen Aufwand zu realisieren ist. Das ganze Leben spiele sich heute im Netz ab. Vor allem die Nutzer von populären sozialen Netzwerken seien mit ihrer ausgeprägten Naivität derzeit "leichte Beute" für Kriminelle, sagt Kaspersky. "Die Nutzer denken in ihrer Sorglosigkeit, dass sie anonym sind, aber sie sind nur leichte Beute." Für gezielte Attacken sei nicht einmal eine spezielle Technologie nötig. (dpa)

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