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US-Justizministerium untersucht Microsoft-Yahoo-Deal

14.09.2009 | 10:30 Uhr |

Die gemeinsame Vermarktung der Online-Werbung wird nun vom US-Kartellamt geprüft. Letztendlich muss aber auch die Europäische Union ihre Genehmigung erteilen.

Die im Juli angekündigte Kooperation von Microsoft und Yahoo hat jetzt das Interesse der Wettbewerbshüter geweckt. Jack Evans, ein Pressesprecher bei Microsoft bestätigte, dass Anfang letzter Woche das Justizministerium zusätzliche Informationen bezüglich der geplanten Zusammenarbeit angefordert und will die Unterlagen gründlich überprüfen.

Nach bisher knapp anderthalb Jahren Planung und Verhandlung hoffen Microsoft und Yahoo, dass die gemeinsame Nutzung von Microsofts Suchmaschine Bing mit Yahoos Such-Technologien ab Anfang nächsten Jahres eingesetzt werden wird, berichtet Evans. Yahoo soll dann für die nächsten zehn Jahre die Vermarktung der Werbung von Premium-Kunden in der Suchmaschine für beide Firmen übernehmen.

Im November letzten Jahres fiel ein ähnlicher Vertrag zwischen Google und Yahoo durch. Google zog sich aus den Verhandlungen zurück, nachdem das US-Justizministerium sich gegen diese Kooperation aussprach. Mircosoft und Yahoo müssen sowohl in den USA als auch in der Europäischen Union eine Genehmigung erhalten, bevor die Zusammenarbeit in Kraft treten kann.

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