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Internet als Entwicklungshelfer

30.01.2001 | 00:00 Uhr |

Computer und Internet können die Entwicklung armer
Länder nach Ansicht von Experten durch die Verbreitung
lebenswichtiger Informationen vorantreiben.

Damit die Menschen davon profitieren können, müssten jedoch neue
Computer gebaut werden, die ohne Strom laufen und von Analphabeten
genutzt werden können, sagte der Computerwissenschaftler Rajendra
Pawar von der amerikanischen Carnegie Mellon Universität am Dienstag
beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die Frage, ob Informationstechnologie bei der Bekämpfung der Armut
helfen kann, wurde von allen Teilnehmern der Podiumsdiskussion
bejaht. John Gage, Direktor der Forschungsabteilung bei Sun
Microsystems, und Anuradha Vittachi, Direktorin der britischen
Menschenrechtsorganisation Oneworld, gaben mehrere Beispiele: Die
Mutter, die per Telefon oder Computer herausfinden kann, wie sie ihr
krankes Kind behandeln muss, der Bauer, der in Erfahrung bringen
kann, ob die Preise für seine Früchte auf einem entlegenen Markt hoch
genug sind und sich die lange Reise dahin lohnt, die Dorfbewohner,
die verfolgen können, wo das Geld für ihr neues Schulhaus abgeblieben
ist.

Pawar appellierte an das Weltwirtschaftsforum, die Vereinigung der
rund 1 000 größten Unternehmen der Welt, den Anstoß für die
Entwicklung neuer Computer zu geben. Die Maschinen müssten
erschwinglich und mit Spracherkennung für Analphabeten ausgestattet
sein, sowie störungsfrei auch dort laufen, wo es keinen Strom gibt.
Regierungen müssten umsonst die Internetverbindung über Satellit zur
Verfügung stellen, und Hilfsorganisationen sollten Webseiten mit
Informationen für Menschen in abgelegenen Regionen schaffen.
dpa

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