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Internet soll arme Länder fördern

06.07.2000 | 00:00 Uhr |

Die Vereinten Nationen wollen sicher stellen,
dass künftig auch arme Länder vom Internet profitieren können.

In einer am Mittwoch eröffneten vierwöchigen Konferenz ihres
Wirtschafts- und Sozialausschusses (ECOSOC) untersuchen sie, wie der
Zugang zum Netz in aller Welt erleichtert werden kann.
Entwicklungsländer sollen im Umgang mit dem Internet trainiert und
Informationen darin in einer Vielzahl von Sprachen angeboten werden.

Die ECOSOC-Konferenz begann mit einer dreitägigen Ministerrunde.
Die Vereinten Nationen seien entschlossen, in der Diskussion über
Informationstechnologien die Führung zu übernehmen, sagte der
amtierende ECOSOC-Präsident, Indonesiens UN-Botschafter Makarim
Wibisono, in New York.

«Die krasse Disparität in der Ausbreitung des Internets - und
damit der wirtschaftlichen und sozialen Vorteile aus seiner Nutzung -
sind Anlass zu ernster Sorge», heißt es im jüngsten UN-Bericht über
Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) in aller Welt.

Delegationen aus den 54 ECOSOC-Mitgliedsstaaten suchen deshalb mit
hochrangigen Vertretern des Weltwährungsfonds, der Weltbank, der
Welthandelsorganisation (UNCTAD) und der Industrie nach Wegen für
einen weltweit ausgewogenen Internetzugang.

Nach der Ministerrunde, die am Freitag mit einer Erklärung der
ECOSOC-Staaten zu ihrer künftigen ICT-Strategie endet, wird
anschließend bis zum 1. August auf Expertenebene weiter beraten.
dpa

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