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Interview: iPhones, Google, Acorns und Warren East (ARM)

09.11.2007 | 11:25 Uhr |

Kurz nach der Markteinführung von iPhones prognostizierte Warren East, Geschäftsführer der s Mikrooprozessorherstellers ARM, rapides Wachstum des Smartphone-Markts. Mittlerweile boomt das Geschäft mit iPhones. Smartphones sind Mobileteile, die zusätzlich zu normalen Handyfunktionen auch Software für E-Mails, Internetbrowser, Kalender und andere Funktionen ausführen, die ursprünglich einem Computer vorbehalten waren.

Nach Apples iPhone wird Mitte 2008 Googles linux-basierte Open-Software Android für Handys auf dem Smartphone-Markt erwartet. Google erstellt lediglich die Software und bietet diese Handyherstellern an. Die taiwansche Firma High Tech Computer hat bestätigt, dass sie bereits am gPhone oder so genannten Google Phone.

In einem Interview mit dem IDG News Service plaudert Warren über Trends und Entwicklungen. Während das iPhone bereits Chips von ARM enthält, ist die Hardware von einem Google Smartphone noch nicht festgelegt. Nach dem Launch der Google Software Andriod in Taipei verlautete East, es wäre ein logischer Ansatz, die bereits verfügbaren Chips von ARM auch dort zu verwenden.

Der Mikroprozessor ARM11 im iPhone wurde bereits 2002 und ursprünglich für ARMS Acorn PC entwickelt. Laut East liegen auch bietet der auch heute noch den Vorteil, alles im ROM zu speichern. So ist der Chip viren-resistent, verbraucht nur wenig Energie, braucht nicht gekühlt zu werden und kann voraussichtlich noch auf Jahre hinweg eingesetzt werden. Auf der Frage nach Weiterentwicklungen betont Warren East, dass ein Ansatz von der Mobiltelefonseite her weitaus einfacher sein wird, als von der PC-Seite, da dann vom Design her die Kommunikationsverbindungen direkt mitimplementiert werden und nicht wie bei einem PC nachträglich aufgepfropft wurden.

Der Geschäftsführer von Symbian , Nigel Clifford, nannte Googles Android „einfach nur eine weitere Linux-Plattform“. Technisch stimmt in dem Interview Warren East dieser Aussage zu, erläutert aber im Detail, dass Google als Firmenname für Konsumenten sehr attraktiv ist. Wenngleich eine Menge Entwicklung- und Forschungsarbeit von der Software zum verkaufsfertigen Smartphone investiert werden muss, ist es ein erfolgsversprechender Ansatz.

Einen wachsenden Markt prognostiziert Warren East für Mikroprozessoren neben Smartphones vor allem im Energiesparbereich. Laut East könnten 90% aller Elektromotoren – angefangen von der heimischen Waschmaschine – doppelt so effizient arbeiten, wenn diese auf Induktionsmotoren umgestellt würden und ein 32-bit Mikrocontroller die Steuerung übernimmt.

Info: Macworld

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