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Iomega unter Druck

23.07.2004 | 14:48 Uhr |

Der Massenspeicher-Spezialist Iomega steht massiv unter Druck. Das Unternehmen, das mit Wechselspeichern wie Zip und Jaz bekannt wurde, meldet finanzielle Verluste

Peerless, eine Basisstation für Speichermodule auf Festplattenbasis war eine gute Idee, hat sich jedoch nicht durchgesetzt.
Vergrößern Peerless, eine Basisstation für Speichermodule auf Festplattenbasis war eine gute Idee, hat sich jedoch nicht durchgesetzt.
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Iomega hat die Ergebnisse seines zweiten Geschäftsquartals 2004 bekannt gegeben. Danach verliert der Hersteller 19,8 Millionen Dollar, gegenüber einem Profit von 4,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. "Das zweite Quartal war ein schwieriges Quartal mit gemischten Resultaten" so Iomega CEO Werner Heid "Die finanziellen Ergebnisse waren enttäuschend". Die jüngste Wecchselspeicher-Entwicklung, das 35 GB fassende Wechsellaufwerk mit Namen Rev, soll sich laut Werner Heid besser als erwartet verkaufen. Die neuen Produkte aus dem Bereich der Audio/Video-Speichergeräte (von Iomega "DCT" genannt, Digital Capture Technology) werden jedoch laut Heid nicht mehr bis zur Marktreife gelangen. Heid weiter: "[...] wir haben erkannt, dass wir nicht genügend Ressourcen besitzen, um beide Produktlinien Rev und DCT mit unserer Kostenstruktur zu bedienen, deswegen haben wir uns entschieden uns auf Rev zu fokussieren".

Kommentar: Die Zeit der Zip-Disketten ist endgültig vorbei. Auch die letzten verzweifelten Anstrengungen, den Wechselspeichermarkt wieder zu beleben sind offensichtlich gescheitert. Kein Wunder, im Zeitalter von Billig-CD/DVD-Brenner und Rohlingen. Produkt-Flops wie Peerless, Zip-750, oder Click (auch als Pocket Zip bekannt) haben den amerikanischen Hersteller offensichtlich zu sehr angeschlagen. Ob Rev die Company wirklich retten kann, ist fraglich. Dass man sich nun entschlossen hat die neue Produktlinie DCT nicht mehr einzuführen ist ein deutliches Zeichen, dass Iomega so langsam die Luft ausgeht. Der Kardinalfehler wurde jedoch viel früher gemacht. Nicht wenige glauben, dass eine weniger restriktive Lizenzpolitik gegenüber den Zip-Medien und -Laufwerken den Konzern hätte retten können, doch dieser Zug ist abgefahren. cm

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