975092

Ionen-Wind soll Prozessoren kühlen

14.08.2007 | 13:03 Uhr |

Forscher an der amerikanischen Purdue Universität haben ein neues Verfahren entwickelt, um Prozessoren zu kühlen. Ionen-Winde sollen die Umgebungsluft zirkulieren lassen.

© Purdue University

Die Technik arbeitet mit zwei Elektroden, die im Abstand von 10 Millimeter übereinander angeordnet sind. Bei angelegter Spannung wandern Elektroden von der negativ geladenen Kathode zur positiv aufgeladenen Anode. Auf ihrem Weg zur Anode stoßen die Elektronen mit Luftmolekülen zusammen, so dass positiv geladene Ionen entstehen. Diese Ionen wiederum wandern zur Kathode und erzeugen dadurch einen „Ionen-Wind“. Im Labor erhöhte dieser „Ionen-Wind“ die Luftströmung an der Oberfläche eines Prozessors.

In Verbindung mit einem herkömmlichen Lüfter senkten die Forscher die Temperatur an der Oberfläche eines Prozessors von rund 60 auf 35 Grad Celsius. Das von Intel finanzierte Forschungsprojekt will die Technik jetzt auf wenige Mikrometer schrumpfen und damit den Stromverbrauch deutlich absenken. Sollte dies erfolgreich verlaufen, könnte die Technik in drei Jahren in handelsüblichen Computern verwendet werden.

Die Ergebnisse der Forscher werden in der Septemberausgabe des „Journal of Applied Physics“ erscheinen.

Info: Universität Purdue

0 Kommentare zu diesem Artikel
975092