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Irisches Parlament will Apple und Google nicht mehr zu Steuern befragen

05.07.2013 | 10:50 Uhr |

Der Finanzausschuss des irischen Parlaments hat beschlossen, US-Firmen wie Google und Apple, die ihre Gewinne in Irland zu extrem günstigen Sätzen versteuern, nicht mehr weiter zu ihren Steuerstrategien zu befragen

Dies berichtet die britische Zeitung The  Guardian . Demnach will der Ausschuss entgegen eines Parlamentsvotums die Firmen nicht wie in den USA "grillen" und Vorstände zu einer Befragung einbestellen , sondern eine abgemilderte Strategie verfolgen. Der Ausschussvorsitzende Ciaran Lynch erklärt, man wolle sich das "globale Steuersystem und die Rolle Irlands darin" nun näher ansehen. Der finanzpolitische Sprecher der Oppositionspartei Sinn Fein, Pearse Doherty, kritisiert die Entscheidung harsch: "Wie können wir noch irgendjemanden in die Augen sehen und die Austeritätsmaßnahmen der Regierung verteidigen, wenn wir nicht Willens sind, Firmen vor dem Parlament zu befragen die keinen fairen Steuerbeitrag leisten?"

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