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It's about the future, stupid!

14.10.2005 | 13:19 Uhr |

iPod Video und iTunes Video Store bestechen nicht nur als Produkte, sie zeigen vor allem, wo Apple einmal hin will. Eine Analyse des neuesten Coup aus Cupertino.

Niemand hat in den vergangenen Jahren die Musikindustrie so aufgemischt und nachhaltig verändert, wie Steve Jobs. Und niemand hat in dieser Zeit mit einer ähnlichen Beharrlichkeit seine Vision der legalen Musik-Downloads aus dem Internet gepredigt. Und wahrscheinlich hat sich innerhalb von Apple niemand so lange gegen einen Video-iPod gewehrt wie er. Selbst als Steve Jobs ihn schließlich der Öffentlichkeit präsentiert, nennt er den Video-iPod weiterhin einen Music-Player, der "als Bonus" nun auch Filme abspielen könne.

Keine Frage, die Liebe von Steve Jobs gehört der Musik, was hauptsächlich daran liegen dürfte, dass man beim Musikhören gleichzeitig andere Dinge tun kann, beim Video gucken hingegen nicht. Dass Jobs, der Prototyp des Anti-Couchpotatoe, sich dennoch eines besseren hat belehren lassen, spricht für ihn. Denn natürlich gibt es einen Bedarf an einem videofähigen iPod. Und natürlich gibt es einen Bedarf an Video-Downloads aus dem Internet. Die prophetischen Gaben müssen nicht sehr ausgeprägt sein, um zu erkennen, dass dieser Markt, so er einmal ins Rollen kommt, den der Musik-Downloads um ein zigfaches übertreffen wird.

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