Jahresrückblick: Das war 2011
Februar: Gewinner und Verlierer
Apple bringt im Februar neue Macbook Pro mit Thunderbolt, während HP mit der Vorstellung des Touchpad verlorenen Boden gutmachen will. Nokia und Microsoft schließen indes eine Mobilfunkallianz, während Murdoch mit "The Daily" die erste Tageszeitung für das iPad vorstellt.
Neues Macbook Pro mit "Thunderbolt"
Apple stellt Ende Februar neue Versionen des Macbook Pro vor. Die neue Ausgabe enthält eine neue Generation Prozessoren mit bis zu vier CPU-Kernen und einen neuen, schnellen Anschluss für externe Geräte.
Apple frische die Reihe der Macbook Pro auf und bringt dabei einige Neuheiten bei den mobilen Macs ein. So sind die Macbook Pro die ersten Laptops auf dem Markt, die Intels neue "Sandy Bridge"-Prozessoren verwenden.
Ganz neu ist auch die Schnittstelle "Thunderbolt". Dies ist eine Kombination aus Datenbus und Monitoranschluss. Laut Apple ist die Schnittstelle 20 Mal so schnell wie USB 2.0. Hier werden mehrere Protokolle durch eine einziges Kabel geschleust. Das bedeutet für den Nutzer, dass er in der Theorie gleich mehrere unterschiedliche Geräte über einen einzigen Anschluss verbinden kann. So könnte Thunderbolt zur Universalverbindung für den Monitor und Festplatten oder andere häufig gebrauchte Geräte werden. Anders als zuvor angenommen handelt es sich bei der Apple-Variante nicht um eine optische Leitung, sondern der neue Anschluss sieht aus wie Mini-Displayport und ist auch damit kompatibel.
Bei der Leistung hat Apple ordentlich aufgerüstet. Das Macbook Pro mit 15 Zoll und mit 17 Zoll hat jetzt standardmäßig einen Vierkernprozessor. Dieser reicht von 2.0 Gigahertz bis hin zu bis zu optionalen 2,3 Gigahertz. Diese Prozessoren entstammen alle aus der Reihe der Core-i7. Zuvor gab es ausschließlich Dualcore-Prozessoren.
Das kleinste Modell mit 13 Zoll Bildschirmdiagonale ist ebenfalls schneller als zuvor. Hier arbeitet jetzt ein Core i5 als Prozessor statt des betagten Core2Duo, der hier bis zuletzt noch enthalten war. Vier Prozessorkerne bekommt man im kleinsten Modell aber nicht, nicht einmal gegen Aufpreis. Die Einstiegsmodelle beginnen bei einem Core i5 mit 2,3 GHZ. Das obere Ende der Fahnenstange liegt bei 2,7 GHz. Hierbei handelt es sich aber weiterhin um CPUs mit zwei Prozessorkernen. Beim 13-Zoll-Modell erhält man ausschließlich die integrierte Intel-Grafik, keine zusätzliche Grafikkarte.
Apple hat auch den Steckplatz für Speicherkarten modernisiert. Dieser unterstützt jetzt SDXC-Karten und damit noch weit höhere Speicherkapazitäten als zuvor. Dieses System unterstützt in der Theorie bis zu zwei Terabyte Speicher. Das Vorgängersystem SDHC bietet maximal 32 GB Platz. Ebenfalls verbessert: Die Facetime-Kamera (früher "iSight") soll jetzt eine verbesserte Auflösung haben und erhält deshalb den Zusatz "HD".
Apple gibt alle neuen Modelle mit sieben Stunden Akkulaufzeit beim mobilen Internetsurfen an. Bislang waren es bei manchen Modellen jedoch bis zu zehn Stunden.
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