Von Redaktion Macwelt - 01.01.2012, 07:42

Jahresrückblick: Das war 2011

Juli: Der Löwe brüllt los

Ende Juli erscheint OS X Lion im Mac App Store, schon am ersten Tag zuählt Apple die erste Million Downloads. Gleich mit Lion vorinstalliert kommen neue Macbook Air und ein renovierter Mac Mini - beide ohne optisches Laufwerk.

Mehr als eine Million Lion-Downloads am ersten Tag

Mac-Anwender weltweit heißen am 24. Juli OS X Lion begeistert willkommen. Schon am ersten vollen tag habe Apple mehr als eine Million Downloads des neuen Mac-Betriebssystems gezählt.
Das bedeutet für Apple rund 30 Millionen US-Dollar Umsatz und für das Rechenzentrum, Datenmengen in Höhe von 3,5 Millionen Gigabyte bereitgestellt zu haben. Lion, die achte Version von Mac-OS X, ist wenig überraschend derzeit die umsatzstärkste App im Mac App Store, 9300 Bewertungen mit einer Durchschnittsnote von 4,5 Sternen hat das neue Mac-OS X von seinen Nutzern bisher bekommen. Derzeit ist Lion nur als Download in 123 Ländern der Erde erhältlich, im August will Apple auch eine Version auf USB-Stick für 69 US-Dollar oder 59 Euro in den Handel bringen.

Bestätigt: Lion ohne Rosetta

Was Entwicklerversionen vermuten lassen, bestätigt sich mit der finalen Fassung von OS X Lion: Apple verzichtet auf Rosetta im neuen Betriebssystem. Software für Power PC lässt sich nicht mehr unter Lion nutzen - fünfeinhalb Jahre nach dem ersten Intel-Mac.
"Rosetta. Eine faszinierende Technologie, die Sie niemals sehen" - mit diesen Worten wirbt Apple bis Juli auf seiner Homepage für sein Zwischenglied, einen "Dynamic Translator", der G3, G4 und AltiVec-Instruktionen für die Ausführung unter Mac-OS X auf Intel-Macs interpretiert. So können User auch ihre älteren Power-PC-Programme wie Microsoft Office 2004 noch auf den neueren Intel-Macs (seit 2006) laufen lassen. Von dem Prozess selbst bemerkt der Anwender nichts, Rosetta verfügt über keine grafische Benutzeroberfläche (GUI), allerdings sind die Rosetta-Programme im Vergleich fühlbar langsamer als native Applikationen für Intel-Macs.
Rosetta ist nach dem berühmten Rosetta-Stein benannt, der die Entzifferung und Übersetzung der ägyptischen Hieroglyphen ermöglichte. Schon Mac-OS X 10.6 Snow Leopard installierte Rosetta nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des Users. Nun hat offenbar die endgültige Totenglocke für Rosetta auf dem Mac geschlagen, denn es ist nicht damit zu rechnen, dass Apple dieses spezielle Bindeglied zu den ausgelaufenen Power-PC-Macs noch nachträglich in Lion implementiert.
Unser Schwestermagazin Macworld gibt derweil Ratschläge, wie man mit dieser Situation am besten umgeht: Entweder richtet man sich einen Dual-Boot-Mac ein, so dass man auch noch unter Mac-OS X 10.6 oder kleiner alternativ zu Lion starten kann. Oder man verzichtet schlicht auf ein Update auf Mac-OS X 10.7. Man könnte sich auch bei Apple über die Einstellung von Rosetta beschweren, so wie früher bei Hypercard oder Apple Works - was freilich nichts gebracht hat, Apple ließ sich auch hier nicht erweichen. Schließlich könnte man wie bei Quicken parallele Windows-Software auf dem Mac in einer Virtualisierungsumgebung wie Parallels oder VMware Fusion ausführen oder gleich in Boot Camp starten. Apple selbst empfiehlt auf seiner Rosetta-Site schlicht, wo immer möglich auf die aktuellen Versionen umzusteigen - und nennt als Beispiel eigene Produkte wie Final Cut Pro, Motion, Soundtrack Pro, DVD Studio Pro, Aperture, Logic Pro, Logic Express und Final Cut Express, die zumindest als Universal Binaries vorliegen ...
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