Von Redaktion Macwelt - 26.12.2012, 05:59

Jahresrückblick

Das war 2012: Januar

iBooks 2, iBooks Author: Apples neue Bildungsinitiativen +++ Rekordumsatz und -gewinn im ersten Quartal +++ Kodak beantragt Insolvenz, Apple reklamiert Patente für sich +++ Foxconn: New York Times wirft Apple Mitschuld an Ausbeutung vor +++ Randale um iPhone 4S in China +++ CES: Wasserdichte iPhones ohne Hülle +++ Apple holt John Browett als Retail-Chef

iBooks und iTunes U: Apples neue Bildungsinitiativen

Bis in das Jahr 2009 hatte Apple das erste Highlight des Jahres auf der Macworld Expo gesetzt, Premiere hatten in San Francisco etwa das Titan- und die Aluminium-Powerbooks, der iMac G4 oder das Macbook Air. Seit einigen Jahren gilt aber bei Apple "We don’t believe in tradeshows" - die eigenen Apple Stores erreiche weit mehr Menschen als es eine Macworld Expo je geschafft hätte. Ankündigungen von Neuheiten organisiert Apple seither selbst, das erste Special Event des Jahres 2012 dreht sich in New York um eine neue Offensive für den Bildungsbereich. Apple will mit der Mac-Software iBooks Publisher das Erstellen von digitalen Büchern vereinfachen und mit iTunes U Studierenden eine virtuelle Universität bieten.
Apples Marketingchef Phil Schiller und nicht CEO Tim Cook führt durch die Veranstaltung, die Apple unter das Motto "Bessere Bildung mit iPad und iPhone" stellt. "Bildung ist tief in den Genen Apples verankert", erklärt Schiller zu Beginn der Veranstaltung, Apple sei stolz darauf, Studierenden beim Lernen und Professoren beim Lehren zu helfen. Insbesondere mit dem iPad habe sich der Bildungsbereich gewandelt, immer mehr Schüler und Studenten nehmen Apples Tablet in Klassenzimmer und Hörsaal mit. Dabei helfe das iPad bei den unterschiedlichsten Ansprüchen, von denen der Kindergartenkinder bis zu jenen der Hochschüler. So weit die Vision von einer besseren Bildung, bei der digitale Geräte mehr Lust auf die Schule machen und das Schleppen von Büchern der Vergangenheit angehören soll.
Das Bildungssystem in den USA sei stark verbesserungswürdig, klagt Schiller. In internationalen Vergleichen hinken amerikanische Schüler der Spitze hinterher, weltweit seien sie 31ster in Mathematik und 23ster in Naturwissenschaften. Apple sei daher permanent im Gespräch mit Bildungseinrichtungen und -politikern, und wolle darin erfahren, wie man zur Verbesserung der Situation beitragen könne. Dabei sei unter anderem herausgekommen, dass sich Kinder in der Schule zu sehr langweilten und elektronische Geräte wie iPod, iPad, iPhone oder Mac es nicht in die Klassenzimmer schaffen würden. Dabei würden gerade diese Geräte die Lernmotivation beträchtlich erhöhen.
Zwei Initiativen präsentiert Apple daher, die erste sei nichts weniger als die "Neuerfindung des Schulbuchs". Dazu bringt Apple seinen E-Book-Reader iBooks in einer neuen Version: iBooks 2.
Roger Rosner, bei Apple Vicepräsident für Productivity Software, zeigt anhand eines Biologiebuches auf dem iPad, wie Apple sich interaktive Lehrbücher für Schüler und Studenten vorstellt. Multimediale Inhalte wie Videos lassen sich etwa auf volle Bildschirmgröße vergrößern oder man kann in Grafiken mit den bekannten Gesten einzoomen. Eindrucksvoll die Präsentation eines DNA-Modells, das man von allen Seiten betrachten kann. Das Buch präsentiert in Hoch- und Querformat dabei jeweils unterschiedliche Ansichten. Auch Tests lassen sich direkt in dem E-Book gestalten. Natürlich bieten die Bücher Volltextsuche, die Themen lassen sich auch auf Lernkarten zusammenfassen und sie in der bewährten Weise rekapitulieren.
Damit die Bücher aber in der gezeigten Form in den iBooksstore kommen, benötigen Entwickler die richtigen Werkzeuge, mit iBooks Author stellt Apple ein solches bereit. iBooks Author gibt es nur für den Mac. Die Software arbeitet wie iWork mit vorgegebenen Templates, die der Autor anpassen kann. Doch kann das Tool mehr, so lassen sich etwa Word-Dokumente, Keynote-Präsentationen und weitere Inhalte einfach per Drag-and-drop in das Projekt integrieren. iBooks Author erkennt dann etwa Kapitelüberschriften und passt sie dem gewählten Stil an, Keynote-Präsentationen bringen alle ihre Effekte und Übergänge mit ein. Java-Script und HTML5 ließen sich ebenso einfach integrieren, verspricht Rosner. iBooks Author ist kostenlos, Apple will anscheinend rasch für eine große Verbreitung des Programms sorgen.
Apple kümmert sich freilich auch über die Verbreitung der Lehrbücher, diese sollen im iBooksstore 15 US-Dollar und weniger kosten. Wer ein solches Buch einmal kauft, wird über Updates stets auf dem Laufenden gehalten. Zu Beginn sind die drei großen Verlage Pearson, McGraw Hill und Houghton Mifflin Harcourt dabei, die etwa 90 Prozent des Marktes in den USA abdecken. Zum Start der neuen Sektion "Textbooks" im iTunes Store stehen zum Start fünf Titel bereit. Bis Jahresende baut Apple das Angebot deutlich aus, im US-iTunes Store stehen hunderte Titel zur Verfügung. Eine eigene Schulbuchsektion fehlt im deutschen iTunes Store jedoch, mit iBooks Author erstellte Werke lassen sich jedoch in diversen Kategorien finden.
Apples Credo: Bücher als Papier sind schwer und schwer aus der Mode gekommen. Anstatt kiloweise Bücher in die Schule zu schleppen, genüge hinfort ein einziges iPad, auf dem das Lernen zudem deutlich mehr Spaß mache. Nicht von ungefähr setzt Apple später im Jahr auch auf einen neuen Formfaktor: Das iPad Mini ist noch leichter und zudem günstiger als das 10-Zoll-Tablet.
Das Bildungsprogramm des iTunes Stores iTunes U kommt nun auch in eine App, die iTunes U App, die dem Vorbild iBooks sehr ähnelt. Nur bietet iTunes U keine Lehrbücher, sondern ganze Kurse an, mit Lehrmaterialien, Skripts, Lehrplänen. Die iTunes U App wird dabei zu einem Art Content Management System für das Studium, indem es dem Studenten auch zeigt, welche Materialien er wann zu bearbeiten hat. Nicht vorhandene Lehrmaterialien kann man direkt in iTunes U beziehen, kostenlos oder per In-App-Kauf. Weltweit würden bereits renommierte Universitäten auf iTunes U setzen, etwa die UCLA, die Sorbonne oder auch die LMU München. All diese Bildungseinrichtungen können nun kostenlose Kurse für jeden Interessierten anbieten - weltweit und online.
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